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Eutect Alternative zum Thermodenlöten

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Eutect stellt mit dem Laser Knife ein Alternative zum Thermodenlöten vor.

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tect bietet die Thermodenlöttechnologie als Maschine TL XS 800 sowie als Einzelmodul an.
tect bietet die Thermodenlöttechnologie als Maschine TL XS 800 sowie als Einzelmodul an.
(Bild: Eutect)

Thermodenlöten, auch Bügellöten genannt, ermöglicht optimale Ergebnisse beim Verlöten von Flexfolien, Kabellitzen und Flachbandkabel. Dieses Lötverfahren zeichnet sich durch hohe Ergebnisqualität sowie durch eine hohe Reproduzierbarkeit aus. Doch im Bereich der Energieeffizienz und Prozessschnelligkeit ist das Thermodenlöten begrenzt. Aus diesem Grund stellt die Eutect GmbH das Laser Knife vor.

Eutect bietet die Thermodenlöttechnologie als Maschine TL XS 800 sowie als Einzelmodul an. Mit dem TL Thermodenlötmodul steht nach Unternehmensangaben ein geregelter und adaptiver Lötprozess mit Prozessdatenerfassung den Kunden zur Verfügung. „Doch in einigen Punkten bringt die Thermode technisch Einschränkungen mit sich“, erklärt Matthias Fehrenbach, Eutect-Geschäftsführer der. Aufgrund der drei Prozessphasen, Antasten, Aufschmelzen, Nachsetzen und final Kühlen gehöre das Thermodenlöten nicht zu den schnellsten Lötprozessen. Hinzu komme ein hoher Energiebedarf sowie produktspezifische Thermodenformen, die je nach Baugruppe erstellt werden müssten.

Temperatureintrag erfolgt berührungsfrei

„Aus diesen Gründen waren wir auf der Suche nach einer neuen Lösung, um diese Einschränkungen zu vermeiden“, beschreibt Fehrenbach die Entwicklungsgründe. Entwickelt wurde das Laser Knife, das das gleiche Prozessziel, wie das Thermodenlöten, hat. Das Laser Knife besteht aus einem wegüberwachten Niederhalter, der die beiden zu verlötenden Oberflächen definiert zusammenführt, und aus einem Laser, der so auch in den bisherigen Laserlötmodulen aus dem Hause Eutect verbaut wird, wie es weiter heißt. Der Temperatureintrag erfolge daher berührungsfrei über den Laserstrahl. Der temperaturgeregelte Laser sei mit einem integrierten Pyrometer und einer Kamera ausgerüstet und garantiere dem Anwender maximale Prozessstabilität, Qualität und Traceability.

„Durch den Laser konnten wir den Lötprozess massiv beschleunigen, ohne an Reproduzierbarkeit und Ergebnisqualität zu verlieren. Je nach Bauteil ist das Laser Knife 10 x schneller als die bisherige Thermode. Ebenso haben wir eine Reduzierung des Energiebedarfs von 70% erreicht“, stellt Fehrenbach fest. Desweiteren seien keine produktspezifischen Thermodenformen sowie Kaptonbänder notwendig. „Hinzu kommt, dass die Thermode auf Grund der technischen Möglichkeiten Grenzen bei der Geometriegröße hat. Auch diese Einschränkung spielt beim Einsatz des Laser Knifes keine Rolle mehr“, hebt Fehrenbach hervor. Durch das berührungslose Verlöten der Oberflächen und den Wegfall des Thermodenverschleißes werde ebenfalls der Wartungs- und Serviceaufwand für das Gesamtmodul reduziert.

Fehrenbach macht aber auch deutlich, dass beide Technologien ihre Daseinsberechtigung weiter haben werden: „Aufgrund des Laser Knifes wird das Thermodenlöten nicht aussterben“. Denn durch die eingesetzte Lasertechnik sei die Laser-Knife-Technologie aufwendiger als bisherige Thermoden. „Das Laser Knife macht bei solchen Kunden Sinn, wo ein schneller, reproduzierbarer, energieeffizienter Lötprozess von SMD Kontakten, Flexfolien, Kabellitzen und Flachbandkabel benötigt wird, oder wo komplexe oder sehr kleine Geometrien verlötet werden sollen“, so Fehrenbach. Dennoch werde die Weiterentwicklung des Thermodenlötmoduls nicht gestoppt und es wird bis Anfang des dritten Quartals 2018 ein neues, kompakteres, genaueres und optional um 50% schnelleres Thermodenlötmodul geben, das zusätzlich mit neuen Funktionen dem Kunden neue Prozessmöglichkeiten geben wird, wie es weiter heißt.

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