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Generation 50 plus

Altersmanagement hält Belegschaften fit

08.01.2009 | Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Altere Mitarbeiter brauchen Aufmerksamkeit, aber keine besondere „Schonung“.
Altere Mitarbeiter brauchen Aufmerksamkeit, aber keine besondere „Schonung“.

Fachkräftemangel trifft auf alternde Belegschaften: Damit rückt das Thema eines betrieblichen Altersmanagements, das von der Qualifizierung Älterer bis hin zur altersgerechten Arbeitsplatzgestaltung reicht, in den Fokus. In der Praxis fristet es aber noch immer ein Mauerblümchendasein.

Mit 50 Jahren gehörte man in deutschen Unternehmen vor einigen Jahren zum „alten Eisen“. Mit Vorruhestandsregelungen wurden Arbeitsplätze „sozialverträglich“ wegrationalisiert und die Beschäftigten durch mehr oder minder sanften Druck vorzeitig in die Rente verfrachtet. Teilweise nutzten die Beschäftigten selbst die attraktiven gesetzlichen Möglichkeiten, um Schreibtisch oder Werkbank endgültig Lebewohl zu sagen. Ähnliches lässt sich für die Altersteilzeit sagen, wo die Mehrzahl der Arbeitnehmer dem sogenannten Blockmodell den Vorzug gibt. Statt eines gleitenden Übergangs in den Ruhestand sieht es den kompletten Ausstieg aus dem Arbeitsleben vor.

Teuerer Vorruhestand

Das alles konnte natürlich nicht ohne Folgen bleiben und so standen in keinem Land der EU noch vor zwei oder drei Jahren so wenige ältere Menschen in Lohn und Brot wie in der Bundesrepublik. Obendrein hatten Arbeitslose, die der „Generation 50 plus“ angehörten, so gut wie keine Chance, in einen klassischen Vollzeitjob zurückzufinden. Wie das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft in einer aktuellen Studie vorgerechnet hat, kam der staatlich geförderte vorzeitige Ausstieg aus dem Erwerbsleben dem Steuer- und Beitragszahler obendrein noch teuer zu stehen: Insgesamt 6,7 Mrd. Euro musste dieser im Jahr 2007 dafür aufbringen.

Aktuell sieht es bei der Erwerbsbeteiligung Älterer wieder etwas besser aus, auch wenn Deutschland hinsichtlich der Beschäftigung Älterer bei Weitem noch nicht zur Spitzengruppe in Europa gehört (Bild 1). Hier haben Länder wie Dänemark, Estland oder Schweden die Nase vorn. Den wenig rühmlichen EU-Durchschnitt (2007: 44,7%) hat die Bundesrepublik inzwischen aber übertroffen. Dazu mag auch der wachsende Fachkräftemangel beigetragen haben. Außerdem scheint das eine oder andere Unternehmen mittlerweile ein gewisses Problembewusstsein hinsichtlich der demographischen Trends – Stichwort: alternde Gesellschaft – zu entwickeln und versucht, erfahrene Mitarbeiter länger im Unternehmen zu halten.

Personalabteilungen müssen sich neu orientieren

Umgeachtet dessen ist das Gros der Betriebe nach Einschätzung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung auf den Alterswandel der Belegschaften nur unzureichend vorbereitet. Speziell in den Personalabteilungen sei, so die Nürnberger Arbeitsmarktforscher, viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn nach wie vor wird dort das Feuern Älterer zu Gunsten Jüngerer mit der Ansicht begründet, dass jüngere Arbeitnehmer leistungsfähiger seien als die Altgedienten. Hintergrund ist das sogenannte Defizitmodell, wonach ältere Beschäftigte als weniger belastbar, weniger leistungsfähig, unflexibel, kaum lernfähig und häufiger krank angesehen werden.

 

Ergonomie „made by Brose“

 

Disability Management verhindert Erwerbsunfähigkeit durch Prävention

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