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Digitalisierung

Altmaier besucht Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum

| Redakteur: Stefanie Michel

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Michael Rehe, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Michael Rehe, Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover (Bild: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hannover)

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier besuchte im Rahmen seiner Mittelstandsreise das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum in Hannover. Bei einem Treffen mit Unternehmen aus der Region besprach man die Umsetzung von Digitalisierungsstrategien in KMU.

Im Mittelpunkt des Besuchs am 30. August 2019 stand der Austausch über deren Arbeit und der Wissenstransfer von den Hochschulen in die Praxis. Neben Bundesminister Altmaier nahmen der Präsident der Leibniz Universität Hannover, Prof. Volker Epping, der Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW), Prof. Berend Denkena, und der Geschäftsführer der Bornemann Gewindetechnik GmbH & Co KG und Mitglied des Mittelstandbeirats des Bundeswirtschaftsministeriums, Moritz von Soden an dem Gespräch im Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum teil. Altmaier betonte, dass sein Ministerium mit den eingerichteten Kompetenzzentren nun bereits seit vier Jahren die Digitalisierung von mittelständischen Unternehmen befördere.

Unterstützung beim Digitalisierungsprozess

„Die Digitalisierung ist ein Zukunftsthema. Hier schöpft der Mittelstand die Potenziale bislang noch nicht aus. Das wollen wir ändern. So zeigt zum Beispiel das unter dem Motto „Mit uns digital!“ angetretene Kompetenzzentrum Hannover, dass die Digitalisierung von Betrieben auch schrittweise erfolgen kann“, erklärte Altmaier. Moritz von Soden hat mit dem Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Hannover im eigenen Unternehmen den Digitalisierungsprozess angeschoben: „Das Zentrum hat uns bei der Einführung neuer Technologien hervorragend unterstützt. Es kann in vielerlei Hinsicht helfen, die Digitalisierung bei kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen. Gerade ältere Unternehmerinnen und Unternehmer sowie kleinere Firmen müssen anders an das Thema Digitalisierung herangeführt werden. Hier kann das Zentrum auch als Plattform dienen und den direkten Austausch von Unternehmen untereinander fördern.“

Nach dem Besuch traf sich der Bundeswirtschaftsminister bei einem Abendessen mit sieben Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Mitarbeitern aus dem BMWi, um zu besprechen wie sich die Umsetzung von Digitalisierungsstrategien in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beschleunigen ließe.

In KMU keine Kapazitäten für Veränderungen vorhanden

Während des Abendessens hielt Herr von Soden einen Impulsvortrag zur Digitalisierung im Mittelstand. Er führte aus, dass es wichtig sei, bei der Kommunikation zu Digitalisierungsthemen auf Prägung, Sprache und Verständnis der älteren Generation zu achten: „Als die Geschäftsführer, die heute über 50 Jahre alt sind, noch Teenager waren, hörten sie ihre Lieblingsmusik von Tonbandkassetten statt auf dem Smartphone. ‚Mobil telefonieren’ hieß für sie, eine Telefonzelle zu suchen. Sie waren jahrzehntelang erfolgreich ohne jede Digitalisierung. Das bekräftigt natürlich alte Sichtweisen.“ Er empfahl, sich besonders auf eine nutzerorientierte Kommunikation zu konzentrieren, um diese Unternehmer „abzuholen“.

Dieser Ansicht stimmte auch Björn Scharnhorst, Geschäftsführer der Exportverpackung Sehnde GmbH, zu: „Das Problem der Generation Ü55 ist, dass sie sich nicht in ihre unternehmerische Freiheit reinreden lassen wollen. KMU haben in der Regel aber keine Kompetenz und keine Kapazität, sich mit den dringenden Veränderungsfragen der heutigen Welt auseinanderzusetzen. Daher sind viele KMUs auf externe Hilfe angewiesen. Schiffskapitäne werden an schwierig befahrbaren Stellen auch durch Lotsen unterstützt, die ihnen den Weg weisen.“

Ferner führte Scharnhorst aus das viele deutsche KMU meinen, keinen Lotsen zu brauchen oder bezahlen zu wollen. Dies wäre ein Fehler, der das Aus für viele KMU bedeuten könnte.

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