Datron „Aluminium-Versteher“ feiert 50 Jahre Erfolgsgeschichte

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Die Datron AG besteht jetzt 50 Jahre. Gefeiert wurde am 24. Januar im Rahmen des ersten Tech-Day in Mühltal, inklusive der Enthüllung der MXCube, dem bisher größten von Datron gebauten Zerspanungssystem und Infos zum neuen effektiven Wechselschnittfräser.

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Thomas Frank, Datron-Vorstandsmitglied und verantwortlich für Marketing und Vertrieb, begrüßt die Gäste am Standort Mühltal bei Darmstadt zum ersten Datron-Tech-Day – ein Event, dass anlässlich des 50-jährigen Bestehens, des auf die effiziente Aluminumzerspanung fokussierten Maschinen- und Werkzeugbauers, nun jedes Jahr stattfindent soll.
Thomas Frank, Datron-Vorstandsmitglied und verantwortlich für Marketing und Vertrieb, begrüßt die Gäste am Standort Mühltal bei Darmstadt zum ersten Datron-Tech-Day – ein Event, dass anlässlich des 50-jährigen Bestehens, des auf die effiziente Aluminumzerspanung fokussierten Maschinen- und Werkzeugbauers, nun jedes Jahr stattfindent soll.
(Bild: Königsreuther)

Rund 170 Besucher hat Datron im Verlauf der Veranstaltung zählen können, die sich sowohl für die der Maschinen- und Innovationsvorstellungen sowie für die vorausgegangenen Vortragsrunde interessierten, in der nach der Begrüßung durch Thomas Frank, Datron-Vorstandsmitglied und Verantwortlichem für Marketing und Vertrieb, die Experten-Keynote folgte. Letztere übernahm kein Geringerer als Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Institutsleiter des PTW der TU Darmstadt. In seinem Vortrag machte Abele deutlich, dass es bei der Aluminiumzerspanung nicht nur auf das Zusammenspiel von Maschine und Bedienung ankommt. Speziell auch in Sachen Maschinenfeatures, Spannsystem und Werkzeugtechnik sowie in puncto Steuerungen müsse alles stimmen - Stichwort Datron-next-Steuerung und der eigene Werkzeugbau des Unternehmens.

Aluminiumzerspanung bleibt durch Alkohol nicht nur cool

Ein weiterer Puzzlestein, der das Aluminium-Know-how von Datron betrifft, ist, dass man bei der Prozesskühlung auf Ethanol setzt. Das hat den Vorteil, dass die Aluminiumspäne sehr effektiv gekühlt werden und nicht durch anhaftende, ölige KSS-Bestandteile verklumpen. Im Nebeneffekt lassen sie sich einfach ausblasen und ohne Weiteres sammeln sowie als sauberer Wertstoff in den Materialkreislauf zurück verfrachten. Trotz des zur Kühlung verwendeten entzündlichen Alkohols, brauche man aber keine Explosions- oder Brandgefahr fürchten. Nicht zuletzt ist Alkohol ein nachhaltiger Rohstoff, den man aus nachwachsenden Ressourcen gewinnen kann.

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Alu-Bearbeitung im Fokus der Forschung

Abele erlaubte außerdem eine Blick in die momentane Forschungswelt bezüglich der Aluminiumbearbeitung. Drei Ansätze werden seiner Ansicht nach diesen Prozess weiter treiben: Steifere Maschinen, gegebenenfalls mit CFK-Komponenten ausgestattet, eine gesteigerte Prozessfähigkeit in Sachen Oberflächenqualität durch den Einsatz aktiver Dämpfer und nicht zuletzt die Ausrüstung der Maschinen mit einer Spindel aus CFK, die man am PTW bereits im Vergleich zu üblichen Systemen auf Datron-Anlagen testet.

Fünf Aspekte markieren die Datron-Erfolge

Nach einem Vortrag zur Datron-Geschichte, folgten die sogenannten Datron-Big-5, die dem Publikum als Erfolgsgaranten vorgestellt wurden. Erstens das Maschinensystem HSC, zweitens die Steuerung Datron next, drittens die spezielle Vakuumspanntechnik, viertens die Minimalmengen-Kühlschmierung mit Ethanol und nicht zuletzt die Eigenschaft als Komplettanbieter vom Datron-Zerspanungswerkzeug über den umfassenden Service bis hin zur Lieferung von Applikations-Know-how durch Laufzeitanalysen, Machbarkeitsstudien und Live-Demos für kundenspezifische Bauteile, die einen praktischen Versuch unter Span verlangen.

Datrons schwerstes Zerspanungs-„Geschütz“ enthüllt

Das absolute und anfangs noch verhüllte Highlight des Tages war sicherlich die MXCube. Siie ist die bisher größte Zerspanungsanlage für die Aluminiumbearbeitung, und bringt satte 8 t auf die Waage, wie der vortragende Experte und Leiter des Produkmanagements, Sebastian Oesen, stolz betonte. Die Fähigkeiten der MXCube wurden dabei anhand eines der größten Bauteile erklärt, das je auf einer Datron-Maschine realisiert wurde. Ihre 8-kW-Spindel ist für die vektorgesteuerte Synchron-Hochfrequenzbearbeitung vorgesehen und bringt laut Datron eine Drehzahl von 34.000 min-1 ins Zerspanungsspiel. Das bringe beste Bearbeitungsergebnisse. Der sehr steife Portalaufbau ist in Leichtbauweise umgesetzt und wurde außerdem kraftflussoptimiert, erklärt Datron. Auch das zahle sich in puncto Oberflächenqualität aus, und bestätigt einen Aspekt, den Prof. Abele bereits angeführt hatte.

Datrons Big-5 sind mit an Bord

Natürlich arbeitet die MXCube auch mit einer Minimalmengen-Ethanolkühlschmierung samt optionaler automatischer Behälterumschaltung während der Bearbeitung, damit es keine Unterbrechungen gibt. Der Bearbeitungsbereich umreißt eine Fläche von 1000 mm × 700 mm für die Bearbeitung von Plattenmaterialien, beispielsweise für die Nutzenfertigung. Er erlaube es, auch mehrere Spannsysteme zu verwenden, etwa für die Mehrfachaufspannung. Ein Werkzeugwechsler bietet Platz für 110 Werkzeuge und garantiert die hauptzeitparallele Be- und Entladung der Werkzeuge, so Datron. Damit die Bearbeitung von Taschen und ähnlichen Bauteilmerkmalen ganz präzise erfolgt, kann die MXCube mit einem 2+3-Kombinationssensor ausgestattet werden, der als XYZ-Sensor mit Schwenkarm und Kamera in Sekundenschnelle den Werkstücknullpunkt einstellen lässt. Außerdem gibt es einen Werkzeuglängenmess-Sensor. Nicht zuletzt wird sie über die neue Datron next gesteuert. Ein optisches Schmankerl ist die Maschinenstatus-Anzeige in Form eines kammartigen, transparenten Kunststoffteils oben rechts auf der Maschine.

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Aluminiumfräsen im Wechselschnitt ist produktiver

Datron hat bei der Entwicklung des neuen Wechselschnittfräsers vieles bedacht, was die Aluminiumbearbeitung effizienter macht, heißt es. Dazu zählt Datron folgende Eigenschaften, die ein solcher Fräser haben sollte: nur kleine Späne zu erzeugen, Span-Nester zu vermeiden, ein hohes Zeitspanvolumen zu erreichen, dynamisch zu zerspanen und sowohl im Voll- und Teilschnitt als auch beim Trochiodalfräsen eine gute Figur zu machen. Ein Zeitspanvolumen-Vergleich zwischen dem Neuling, einem 4-IN-1 (ein Einschneider von Datron) und einem Standardwerkzeug, erbrachte bei einem Zahnvorschub von 0,14 ein rund 5 Mal höheres Zeitspanvolumen in cm³/min. Im Vergleich zum 4-IN-1 war es immerhin das 2,5-Fache.

Was hielt der Tech Day sonst noch bereit?

Darüber hinaus bot der Tech Day Einblicke in die zielgerichteten Weiterentwicklungen bewährter Datron-Technologien, wie zum Beispiel die Anbindung von Automatisierungslösungen, was live an der Datron-M8Cube gezeigt wurde. In der Table-Top-Ausstellung im Datron-Technologiezentrum standen für die Besucher auch namhafte Branchenexperten, unter anderem aus den Bereichen CAD/CAM, Spanntechnik und Materialzulieferung, zur individuellen Beratung bereit.

Das Gastgeber-Fazit des Datron-Tech-Day 2019

„Wir konnten erneut unseren kunden- und lösungsorientierten 'Alles-aus-einer-Hand'-Ansatz erfolgreich unter Beweis stellen. Als Maschinenbauexperte mit eigener Werkzeugproduktion, hochwertigem Zubehör sowie einem effizienten After-Sales-Angebot bilden wir die komplette Prozesskette für eine wirtschaftliche Produktion ab. Wir freuen uns über die äußerst positive Resonanz auf unseren Tech Day und blicken voller Tatendrang in die Zukunft und die anstehenden Veranstaltungen im Datron-Jubiläumsjahr“, so die erste Bilanz des Datron-Vorstandsvorsitzenden Dr. Arne Brüsch.

MM

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