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Werkzeugmaschinenmesse

AMB 2014 rückt Industrie 4.0 und Effizienzsteigerung in den Fokus

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Die Fabrik als Ganzes muss energieeffizient werden

So habe man sich dem Thema Energieeffizienz an der Technischen Universität Darmstadt schon seit Jahren verschrieben. Dort entwickelten mittlerweile Wissenschaftler die vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Industrie 4.0-Hightech-Initiative der Bundesregierung geförderte Eta-Fabrik. Interdisziplinär werde das Gesamtgebilde Fabrik optimiert.

Gebäude, technische Gebäudeinfrastruktur und Produktionsmaschinen sollen optimal aufeinander abgestimmt werden. wie es heißt. So werde beispielsweise die Abwärme der Maschinen thermisch gespeichert, um die Energie räumlich und zeitlich versetzt wieder zu nutzen. Beteiligt an dem Projekt seien unter anderem AMB-Aussteller wie die Bosch Rexroth AG, die Grob-Werke GmbH & Co. KG, die Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, die MAG IAS GmbH und die Siemens AG. Geleitet werde das Projekt von Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW), das mit seiner „PTW-Innovationstour Metallbearbeitung -Bei den Trends von morgen dabei sein“ - die Zukunft der Produktion auf der AMB vorführen werde.

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Leichtbau: Auch im Maschinenbau ein Trendthema

Neben dem Blick auf das große Ganze sollte man laut Mitteilung jedoch nicht das Potenzial verkennen, das auch im Detail steckt. So halte beispielsweise der Leichtbau nicht nur in den Mobilitätsbranchen Einzug, sondern zunehmend auch im Maschinenbau. Und zwar immer dann, wenn es um Prozesse gehe, bei denen große Massen möglichst schnell beschleunigt und wieder abgebremst werden müssen.

Ein Beispiel hierfür liefere das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dort entwickelte das WBK-Institut für Produktionstechnik einen neuen Leichtbauschlitten aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Er ist nicht nur deutlich leichter als seine stählernen Konkurrenten, sondern lässt sich vor allem durch Zufügen von Masse in seinem Schwingungsverhalten verändern, um das Eigenfrequenzverhalten zu beeinflussen und damit die Leistungsfähigkeit der Maschine zu verbessern. „Wir gehen davon aus, dass entsprechende Komponenten in rund fünf Jahren am Markt erhältlich sein werden“, meint WBK-Leiter Prof. Dr.-Ing. Jürgen Fleischer.

Leichtbaufutter für Werkzeugmaschinen bereits im Einsatz

Bereits im Einsatz sei ein Leichtbaufutter von der Emuge-Franken GmbH & Co. KG aus Lauf an der Pegnitz. Konstruktionsleiter Friedrich Schmauß erläutert: „Als Materialmix kommen Karbon und Stahl zum Einsatz.“ Im Ergebnis sei das Gewicht in einem konkreten Einsatzfall von 460 auf 130 kg gesunken. Dadurch reduzierte sich der Energieverbrauch von 22.470 kWh auf rund 4000 kWh im Jahr. Zudem sei die maximale Drehzahl fast verdreifacht worden.

Damit folge man einer immer häufigeren Forderung der Kunden nach Leichtbaukomponenten, wie Vertriebsleiter Uwe Zoller berichtet: „Schon bei den Anfragen bekommen wir oft auch Gewichtsvorgaben beziehungsweise die Kunden fragen uns, was ein Spannzeug für eine bestimmte Aufgabe wiegt.“

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