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Werkzeugmaschinenmesse

AMB 2014 rückt Industrie 4.0 und Effizienzsteigerung in den Fokus

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Leichtbau-Streitfrage: Karbon oder gehärteter Stahl?

Skeptisch in puncto Karbon ist hingegen Markus Michelberger, Vertriebsleiter Spanntechnik bei der Schunk GmbH & Co. KG, Mengen, wie die AMB mitteilt. Er halte Verbundwerkstoffe bisher zumindest bei Drehfuttern noch nicht für stabil genug, um „die hohen statischen und dynamischen Belastungen gängiger Bearbeitungen so souverän aufzunehmen wie Drehfutter aus Stahl.“ Trotzdem specke man auch bei Schunk ab. Michelberger: „Leichtbaudrehfutter aus gehärtetem Stahl minimieren den Energieverbrauch und überzeugen zugleich in puncto Sicherheit, Genauigkeit und Lebensdauer.“

Leichtbau soll auf der AMB auch im Rahmenprogramm eine wichtige Rolle spielen. So widme die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) gleich mehrere Vorträge den Themen Verbundwerkstoffe und Leichtbau in ihrer „Region Stuttgart Lounge“. Auch will beispielsweise das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA zusammen mit der Universität Stuttgart über „Spanende Bearbeitung im Leichtbau“ berichten. Weitere Vorträge werde es von der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg und der Allianz Faserbasierter Werkstoffe Baden-Württemberg e.V. (AFBW) geben. Die Vorträge fänden vom 17. bis 19. September jeweils um 9.30 Uhr statt.

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Einfachere Software erleichtert die Bedienung

Werkzeugmaschinen dringen zunehmend in neue Bereiche vor, wie es weiter heißt. Der Mühltaler Hersteller Datron AG habe mit der D5 schon vor Jahren eine Maschine für den Einsatz im Dentallabor geschaffen. Mittlerweile folgten weitere Werkzeugmaschinenhersteller diesem Vorbild. Aktuelles Beispiel sei GF Agie Charmilles mit der Mikron HSM 200U, die ebenfalls auf den Medizinbereich und generell auf Hersteller von kleinen Präzisionsbauteilen wie in der Uhren- und Schmuckindustrie ziele. Damit stelle sich aber zunehmend die Frage der Nutzerfreundlichkeit.

Ein weiterer Aspekt: Nur in wenigen Regionen der Erde könne die stark exportorientierte deutsche und europäische Werkzeugmaschinenbranche mit ähnlich gut ausgebildeten Werkern wie hierzulande rechnen. Datron sei auch da vorangegangen: Die D5 werde über ein I-Pad von Apple bedient und nutze auch deren App-basierte Bedienungsphilosophie. Sogenannte I-Software im Stile von Apple ist laut Mitteilung in.

Vor einigen Monaten sei dann mit DMG Mori ein ganz Großer eingestiegen und habe die neue Benutzeroberfläche Celos präsentiert. DMG gehe dabei aber noch deutlich weiter als Datron. Versprochen werde nicht weniger als eine Vereinfachung und Beschleunigung des gesamten Prozesses „von der Idee bis zum fertigen Produkt“. Der eigentliche Nutzen ergebe sich aus verschiedenen Apps wie „Job Manager“ oder „Job Assistant“, die den Bediener an der Maschine beim netzwerkintegrierten Planen, Vorbereiten, Optimieren und systematischen Abarbeiten von neuen Fertigungsaufträgen unterstützen. Christian Thönes, Vorstandsmitglied für Produktentwicklung, Technologie und Internationalisierung der Produktionsstätten der DMG Mori: „Auf der AMB sehen wir Celos an mehreren Maschinen und mit noch mehr als den zwölf Apps, die wir bereits bei der Vorstellung gezeigt haben.“

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