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Dürr-Konzern Anlagenhersteller setzt bei Bürokomplex auf zukunftsweisendes Energiekonzept

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Bietigheim-Bissingen (js) – Rund 40% weniger Energiekosten als bei einem konventionellen Konzept, 2100 t weniger CO2-Emissionen im Jahr, Nutzung regenerativer Energie. Das sind die Eckpunkte für das nachhaltige Energiekonzept des neuen Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen.

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Spatenstich für den Bürokomplex auf dem neuen Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen (v.l.n.r.):: Jürgen Kessing, Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, Tanja Gönner Umweltministerin von Baden-Württemberg, Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Dürr AG und Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG.
Spatenstich für den Bürokomplex auf dem neuen Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen (v.l.n.r.):: Jürgen Kessing, Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, Tanja Gönner Umweltministerin von Baden-Württemberg, Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Dürr AG und Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Beisein der baden-württembergischen Umweltministerin Tanja Gönner hat Dürr-Vorstandsvorsitzender Ralf W. Dieter das nachhaltige Energiekonzept „Campus Energy 21“ für den Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen vorgestellt. Beim Spatenstich für den rund 26000 m² großen Bürokomplex erläuterte er den Einsatz regenerativer Energie und die energieeffiziente Bauweise des neuen Bürogebäudes.

Umzug von Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen

Mit dem Umzug von Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen Mitte 2009 konzentriert Dürr seine Lackier-, Montage- und Umwelttechnikaktivitäten. Dafür baut Dürr den bestehenden Standort aus und wird mit rund 1500 Mitarbeitern zum größten Arbeitgeber in Bietigheim-Bissingen.

Auf dem Campus setzt der Maschinen- und Anlagenbaukonzern auf ein zukunftsorientiertes Energiekonzept: die Ressourcen schonende Gewinnung von Energie und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Dieser Ansatz knüpft laut Dieter an die Dürr-Produktphilosophie an, die auf die Schonung von Ressourcen setzt: „Im Vergleich zu einem konventionellen Ansatz erzeugen wir mit Campus Energy 21 rund 2100 t weniger CO2-Emissionen pro Jahr. Gleichzeitig reduzieren sich unsere Energiekosten gegenüber einem konventionellen Konzept um 40%.“

Effizientes Energie-Management basiert auf zwei Faktoren

Zu diesem Ergebnis tragen laut Dieter zwei Faktoren bei. Erstens: die energiesparende Bauweise des neuen Bürokomplexes, die sich durch sehr guten Wärmeschutz und intelligente Gebäudetechnik auszeichnet. Dadurch unterschreitet Dürr die Werte der staatlichen Energieeinsparverordnung (EnEV, Stand 2004) um 60%. Zweitens: Ein Mix aus fünf Energiequellen leisten laut Dieter den zentralen Beitrag zur Schonung von Ressourcen. Er basiert auf Blockheizkraftwerken, Geothermie, Erdwärmetauscher, Prozesswärmerückgewinnung und Fotovoltaik.

Standort der kurzen Wege

Der Ortsbegriff „Campus“ wurde für den 70700 m² großen Standort bewusst gewählt. Es ist ein Standort der kurzen Wege zur Verbesserung der internen Arbeitsabläufe. So sind im Bürokomplex verwandte Abteilungen in räumlicher Nähe angeordnet und Meetingpoints für informelle Besprechungen geplant. „Die Arbeitsplätze werden hochwertig und nach aktuellen arbeitstechnischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgestattet“, sagte Ralf W. Dieter beim Spatenstich, an dem auch der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, Jürgen Kessing, teilnahm.

Bereits im November wurde auf dem Campus mit dem Bau zweier Gebäude begonnen – einer modernen Logistikhalle sowie einem 2500 m² großen Hallenanbau für Testanlagen an das weltgrößte Technologiezentrum, in dem Dürr Produkte und Verfahren rund um die Lackiertechnik entwickelt sowie Kundentests durchführt.

Weitere Bestandteile des Campus sind ein neues, mit hochwertiger Technik ausgestattetes Kundenzentrum, das noch mehr Raum für Schulungen – zum Beispiel an Lackierrobotern – bietet, sowie die bereits bestehende Produktionshalle. Insgesamt investiert Dürr rund 50 Mio. Euro in diesen Standort.

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