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Ifo-Institut Anteil der Kurzarbeiter halbiert sich

| Redakteur: Katharina Juschkat

Erfreulich: Seit dem Höchststand im Mai hat sich die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland halbiert, im September waren es schätzungsweise noch 11 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe ist jedoch immer noch überdurchschnittlich stark betroffen.

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Deutschlandweit sinkt die Kurzarbeit - im Maschinenbau bleibt sie jedoch mit 29 Prozent noch verhältnismäßig hoch.
Deutschlandweit sinkt die Kurzarbeit - im Maschinenbau bleibt sie jedoch mit 29 Prozent noch verhältnismäßig hoch.
(Bild: ©HERRNDORFF_ images - stock.adobe.com)

Die Zahl der Kurzarbeiter sinkt deutschlandweit auf 3,7 Millionen, was 11 Prozent der Beschäftigten entspricht – das sind eine Millionen weniger (-3%) als noch im August. Seit dem Höchststand im Mai haben sich die Zahlen damit etwa halbiert, so die aktuelle Auswertung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung.

Dieser positive Rückwärtstrend zieht sich durch alle Branchen – wobei nach wie vor manche Branchen stärker als andere betroffen sind. Mit schätzungsweise 21 Prozent sind im verarbeitenden Gewerbe immer noch überdurchschnittlich viele Mitarbeiter in Kurzarbeit. Laut dem Ifo-Institut sank vor allem der Anteil im Bereich Fahrzeugbau, sowie in der Metall- und der Elektroindustrie:

Branche Kurzarbeit im August Kurzarbeit im September
Verarbeitendes Gewerbe gesamt 27 % 21 %
Metallindustrie 41 % 31 %
Elektroindustrie 29 % 23 %
Maschinenbau 31 % 29 %
Fahrzeugbau 31 % 24 %
Chemie- und Pharmaindustrie 18 % 12 %

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Schätzungen des Ifo-Instituts.

Daraus ergibt sich ein Arbeitsausfall im verarbeitenden Gewerbe von 6,5 Prozent. Die Metallindustrie, der Maschinenbau und der Fahrzeugbau weisen im September auch einen einstelligen Arbeitsausfall auf:

Branche Arbeitsausfall im August Arbeitsausfall im September
Verarbeitendes Gewerbe gesamt 9 % 7 %
Metallindustrie 13 % 9 %
Elektroindustrie 9 % 7 %
Maschinenbau 10 % 9 %
Fahrzeugbau 12 % 8 %
Chemie- und Pharmaindustrie 6 % 3 %

Quelle: Schätzungen des Ifo-Instituts.

Im Ländervergleich gibt es deutliche Unterschiede: Die Kurzarbeit in Ostdeutschland liegt nach Ifo-Angaben wieder im einstelligen Bereich. Dagegen ist Süddeutschland weiterhin am Stärksten von der Kurzarbeit betroffen – angeführt von Bayern mit 14 Prozent.

Der Grund: Der hohe Industrieanteil in Süddeutschland, der sich vor allem aus Automobil- und Zulieferindustrie sowie Maschinenbau zusammensetzt.

Bundesland Kurzarbeit im August Kurzarbeit im September
Schleswig-Holstein, Hamburg 11 % 10 %
Niedersachen, Bremen 12 % 10 %
Nordrhein-Westfalen 14 % 11 %
Hessen 15 % 10 %
Rheinland-Pfalz, Saarland 12 % 11 %
Baden-Württemberg 16 % 13 %
Bayern 18 % 14 %
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern 10 % 9 %
Sachsen 12 % 8 %
Sachsen-Anhalt, Thüringen 11 % 8 %

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Schätzungen des Ifo-Instituts.

Im Vergleich

Zwar ist es positiv, dass die Zahl der Kurzarbeiter zurück geht – historisch gesehen sind die Zahlen dennoch nach wie vor außerordentlich hoch: Zum Höhepunkt der Finanzkrise waren 1,5 Millionen Beschäftige in Kurzarbeit, und im Gegensatz zur Coronakrise auch nicht alle Branchen betroffen.

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