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Antriebe für den richtigen „Drive“ in der Intralogistik

| Autor/ Redakteur: Reinhard Irrgang / Bernd Maienschein

Das Spektrum an Antrieben und Antriebskomponenten ist ebenso vielfältig wie deren Einsatzbereiche in der Intralogistik. Wie die aktuellen Beispiele zeigen, stehen neben optimaler Funktionalität, Zuverlässigkeit und exakter, anwendungsgerechter Dimensionierung auch veritable Energieeinsparpotenziale im Mittelpunkt.

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Die effizienten und langlebigen Stauförderketten von Iwis eignen sich zum Fördern, Stauen und Vereinzeln unterschiedlichster Güter.
Die effizienten und langlebigen Stauförderketten von Iwis eignen sich zum Fördern, Stauen und Vereinzeln unterschiedlichster Güter.
(Bild: Iwis)

Der neue Controller für Intralogistik von ABM Greiffenberger Antriebstechnik ist vielseitig einsetzbar und verbessert Prozesse in der Behälterfördertechnik. Er ist für eine Motorleistung von bis zu 0,75 kW ausgelegt und arbeitet sowohl mit Asynchronmotoren als auch permanenterregten Motoren problemlos in Temperaturbereichen von -30 bis 50 °C. Die ABM Sinochron-Motoren können sensorlos ohne Geberrückführung betrieben werden und bieten hohe Wirkungsgrade, große Leistungsdichte und kompakte Abmessungen.

Der Bus-fähige Controller lässt sich durch steckbare Anschlüsse einfach installieren, per Near-Field-Communication-(NFC-)Schnittstelle in Betrieb nehmen und kann auch getrennt vom Motor in Wandmontage angebracht werden. Zudem lassen sich mehrere Antriebe an nur einer Spannungsversorgung betreiben. Einsetzbar ist der Controller in vielen Intralogistikanwendungen der Behälterfördertechnik, beispielsweise bei Rollen- und Gurtförderern und Kurvenbändern.

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Hochdynamische Motoren auch für den Teillastbereich

Wie ABM Greiffenberger Antriebstechnik meldet, werden die „innovativen Sinochron-Motoren den gestiegenen Anforderungen an effektive Logistiklösungen gerecht: Die besonders energiesparend arbeitenden hochdynamischen Motoren besitzen gute Regeleigenschaften und spielen ihre Stärken vor allem im Teillastbereich aus.“

In der Intralogistik, speziell in der Fördertechnik, werden mehr als zwei Drittel der Antriebe im Teillastbereich betrieben, sodass das vom Motor zur Verfügung gestellte Drehmoment nur kurz zum Starten der Last in vollem Umfang abgefordert wird. Anschließend laufen die Antriebe in der Regel mit nur 20 bis 30 % der Nennlast. Genau in diesem Bereich punktet der Sinochron-Antrieb. Ausschlaggebend dafür ist ein permanent erregter Synchronmotor, der nahezu keinerlei Rotorverluste aufweist.

Die Motoren eignen sich laut ABM „hervorragend für den sensorlos geregelten Betrieb und bieten somit eine wirtschaftliche Alternative zu teuren Servoantrieben“. Zudem bieten sie eine „höhere Dynamik und einen besseren Wirkungsgrad als Asynchronmotoren“. Zu den Einsatzbereichen zählen Förderantriebe, Textil- und Verpackungsmaschinen sowie Industrietore.

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Langlebige Stauförderketten

Für den Bereich Logistik und Fördertechnik bietet iwis Antriebssysteme ein umfangreiches Programm an Stauförderketten. Diese eignen sich zum Fördern, Stauen und Vereinzeln unterschiedlichster Güter, werden in der Regel über die außen liegenden Laufrollen angetrieben und durch Führungsprofile unterstützt, während das Transportgut auf den frei drehbaren Förderrollen in der Kettenmitte aufliegt. Die speziellen Leichtlaufrollen der Ketten gewährleisten geringste Reibung, somit ein problemloses Positionieren des Transportgutes durch einfache Haltepunkte und vermeiden ein ruckartiges Anfahren und Stoppen der Kette.

Energiesparende Kegelradgetriebe für breites Einsatzspektrum

SEW-Eurodrive hat mit den Baugrößen K..39 und K..49 die Baureihe seiner zweistufigen Kegelradgetriebe im oberen Leistungsbereich erweitert. Die energieeffizienten, vielseitig und flexibel einsetzbaren mechanischen Antriebe sind auf ein maximal zulässiges Drehmoment von 300 oder 500 Nm ausgelegt. Sie lassen sich mit dem kompletten Motorenspektrum von SEW-Eurodrive im Leistungsbereich von 0,12 bis 7,5 kW kombinieren, über Adapter auch mit allen gängigen Standard-IEC- und NEMA-Motoren (National Electrical Manufacturers Association) sowie mit synchronen Servomotoren.

Viele Ausführungsvarianten erleichtern die Integration der Antriebe in jede Maschinenkonstruktion. So ermöglichen beispielsweise bei der Fußausführung drei Befestigungsleisten die optimale Anbindung an die Arbeitsmaschinen. Eine Gesamtübersetzung von circa 3 bis 58 beziehungsweise 70 schafft die Voraussetzung für die ideale Abstimmung zwischen der Motordrehzahl und der gewünschten Drehzahl an der abtreibenden Getriebewelle. Die verlustarme Verzahnung sorgt für einen Wirkungsgrad bei allen Übersetzungen von über 90 % und trägt zu deutlichen Energieeinsparungen bei. Einsatzbereiche für die Kegelradgetriebe sind Fördereinrichtungen in der Automobilindustrie, Handlingsportale oder Schwenkachsen in Fertigungssystemen.

Voll skalierbare Servoaktuatoren-Plattform

Die Wittenstein motion control GmbH präsentierte Ende November vergangenen Jahres erstmals die voll skalierbare Servoaktuaktoren-Plattform „premo“. Motoren und Getriebe mit applikationsgerecht abgestuften Leistungsmerkmalen können modular zu individuellen Motor-Getriebe-Einheiten konfiguriert werden.

Ermöglicht wird diese Flexibilität „durch ein ausgeklügeltes Baukastensystem mit neuen Konstruktionsprinzipien, das zudem einen neuen Maßstab hinsichtlich Baugröße und Leistungsdichte setzt“, wie Wittenstein meldet und folgende Merkmale der Lösung betont: „höchste konstruktive Flexibilität, verdoppelte Leistungsdichte auf minimiertem Bauraum, mehr Produktivität und optimierte Energieeffizienz auch dank digitaler Einkabel-Technologie.“

Das durchgängig modulare Plattformkonzept sowie das erstmals bei Servoaktuatoren realisierte Flex-Modulsystem ermöglichen es, die Motor-Getriebe-Einheiten in einem wohl einzigartigen Skalierungsumfang aus einem Baukasten heraus zu konfigurieren. So können „premo“-Servoaktuatoren optimal und schnell für die jeweilige Aufgabenstellung gefertigt und bereitgestellt werden. Die aktuell verfügbaren Produktlinien „base line“, „advanced line“ und „high line“ bieten in ihren Grundstrukturen bereits die passende Konfiguration für das jeweilige Applikationsniveau.

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