Neue Wissenschaftseinrichtung Anwendungszentrum für optische Forschung

Redakteur: Beate Christmann

In Zwickau wurde das neue Fraunhofer-Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien AZOM eröffnet. Unternehmen sollen künftig von den Dienstleistungen rund um die Entwicklung und Erprobung von industrietauglichen optischen Messverfahren profitieren. Studenten und Absolventen der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) können in Industrieprojekten mitarbeiten.

Firmen zum Thema

In den neuen Laboren des Fraunhofer-Anwendungszentrums AZOM kann eine Vielzahl von optischen Untersuchungen für Industriekunden durchgeführt werden.
In den neuen Laboren des Fraunhofer-Anwendungszentrums AZOM kann eine Vielzahl von optischen Untersuchungen für Industriekunden durchgeführt werden.
(Bild: Fraunhofer-IWS)

Fraunhofer-Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien AZOM – so heißt eine neue Wissenschaftseinrichtung, die jetzt in Zwickau eröffnet wurde. Das AZOM soll Anlaufstelle für Unternehmen wie auch die Forschung gleichermaßen werden: Unternehmen können von den Dienstleistungen rund um die Entwicklung und Erprobung von industrietauglichen optischen Messverfahren in unterschiedlichen Technologiebereichen profitieren. Studenten und Absolventen der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) sollen gleichzeitig die Möglichkeit erhalten, in Industrieprojekten mitzuarbeiten.

Verbindung von Hochschule und Fraunhofer-Institut

Mit dem neuen Anwendungszentrum wird die Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden und der WHZ weiter ausgebaut. Für Prof. Peter Hartmann, designierter Leiter des Anwendungszentrums und Professor an der WHZ, ist die Verbindung ein Gewinn für die Region und die Westsächsische Hochschule. „Das AZOM eröffnet der Region zusätzliche Marktchancen: Es wird sich als ein festes Bindeglied zwischen der mittelständischen Wirtschaft und der praxisorientierten Ausbildung von Ingenieuren im MINT-Bereich etablieren.“

Unterstützt wird das Projekt durch den Freistaat Sachsen, der 3 Mio. Euro für die Verwirklichung bereitstellt. In den vergangenen Monaten wurden die neu eingerichteten Labore in der Zwickauer Keplerstraße unter anderem mit optischen Tischen, Systemkomponenten und zahlreichen Mess- und Oberflächenanalysesystemen, vom Glanzmessgerät bis hin zum Elektronenmikroskop ausgestattet. Momentan sind bereits zehn Personen am AZOM beschäftigt.

Großes Leistungsspektrum für Unternehmen

Unternehmen können absofort die unterschiedlichen Dienstleistungen des AZOM in Anspruch nehmen: Das Spektrum umfasst dabei Sensoren für unterschiedliche Prozessparameter und Prozessgrößen, aber auch komplexe Messplätze und Messgeräte mit Anbindung an die Datenverarbeitung der Auftraggeber. Weiterhin werden Dienstleistungsmessungen nahezu aller Oberflächeneigenschaften (zum Beispiel Reflexion, Absorption, Glanz, Schleierglanz, Oberflächenprofile, Wolkigkeit, VIS-, Laserscanning- und Elektronenmikroskopie) mit modernsten Geräten etablierter Hersteller angeboten.

(ID:44386871)