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Cloud Computing

Apps und Cloud-Anwendungen im Engineering

| Autor / Redakteur: Johanna Kiesel / Stefanie Michel

Über Cloud- und App-Einsatz ist es möglich, auf alle Aspekte des Anlagendesigns zuzugreifen und dieses real zu bearbeiten.
Über Cloud- und App-Einsatz ist es möglich, auf alle Aspekte des Anlagendesigns zuzugreifen und dieses real zu bearbeiten. (Bild: Aucotec)

Fast jeder nutzt Apps und Cloud-Anwendungen auf mobilen Geräten bereits privat und beruflich. Im Engineering ist das noch recht neu. Doch damit lassen sich beispielsweise komplexe Projekte mit verteilten Teams meistern – flexibel und webbasiert.

Das Stichwort Cloud ist nicht neu, Apps sind es auch nicht, im Zusammenhang mit realem Engineering jedoch schon. Auf jeden Fall in der Art, die Aucotec jetzt bietet. Damit ist es nicht nur möglich, Maschinen, Anlagen und mobile Systeme ohne eigene Server-Hardware und mit beliebiger Skalierbarkeit in der Cloud zu planen. Die kooperative Plattform Engineering Base (EB) des hannoverschen Software-Entwicklers lässt sich zudem unabhängig von Hardware und Client-Installationen an jedem Endgerät nutzen. Das erlaubt es, EB unternehmensintern als Software as a Service (SaaS) anzubieten.

Für komplexe Engineering-Aufgaben

Doch für wen ist Engineering in der Cloud eigentlich von Nutzen und warum? Und was ist mit der Sicherheit? Diese Fragen stellt sich jeder, der seinen Daten den hohen Wert beimisst, den sie heute längst haben.

„Den meisten Mehrwert hat, wer global agiert und komplexe Engineering-Herausforderungen meistern muss“, sagt Reinhard Knapp, Leiter Global Strategies bei der Aucotec AG. „Je differenzierter die Prozesse und je ausgefeilter oder komplexer die Arbeitsteiligkeit, desto interessanter werden Cloud- und App-Einsatz.“ Zum Beispiel, um EB per Cloud weltweit flexibel verfügbar zu machen: So lassen sich jederzeit virtuelle Teams mit Fachleuten verschiedener Standorte zusammenstellen, je nach Bedarf an Ressourcen und Know-how. Dabei können die verantwortlichen Ingenieure auf alle Aspekte des Anlagendesigns zugreifen und sie real bearbeiten – wie seit jeher mit der umfangreichen Frontend-Oberfläche des datenbankbasierten Systems, nur noch flexibler.

Individuelle Anwendungen

Daneben realisieren die Apps ganz individuell auf die einzelnen Rollen im Prozess zugeschnittene Anwendungen, wie beispielsweise für Projektleiter, die eine Übersicht über die Engineering-Fortschritte brauchen. Sie können jederzeit mit ihrem Gerät ihre App aufrufen, mit persönlichem Dashboard, das gezielt die benötigten Informationen aufzeigt. Ob Materialdaten oder Detaildokumente, ob Engineering-Status oder Verbraucherauswertung: Möglichkeiten gibt es viele. Mit EB bleiben sie kein unerfüllbares „Wolkenkuckucksheim“, sondern sind praxisnah umsetzbar.

Die Frage nach der Datensicherheit hat Aucotec über die Microsoft-Cloud Azure Deutschland gelöst. Da sie von T-Systems gehostet wird, bietet sie Sicherheit nach deutschen Standards und Gesetzen, die in diesem Bereich zu den strengsten weltweit zählen.

Von Natur aus IoT-fähig

Dass der mobile Zugriff auf die Engineering-Daten so unkompliziert möglich ist, hat EB seiner Dreischicht-Architektur zu verdanken: Der Application-Server zwischen Datenbank und Client erlaubt auch die Client-unabhängige Bereitstellung von Informationen über Webservices. „Für ein File-basiertes System müsste so ein Web-Zugriff vollkommen neu entwickelt und außerdem separat gepflegt werden. EB trägt dagegen die notwendige Flexibilität ‚von Natur aus‘ in sich“, erklärt Chefstratege Knapp.

Der passend zum Konzept entwickelte Web Communication Server (WCS) vervollständigt die Offenheit von EB mit der Zugriffsmöglichkeit über Webtechnologie. Dieser Server basiert auf global gültigen Standards wie WSDL, SOAP, RESTful API, JSON und WCF, sodass die IT-Abteilung keinen zusätzlichen Aufwand hat. Über den WCS ist die Business-Logik von EB direkt erreichbar.

Das Mehrschicht-Grundprinzip hat EB zunächst geöffnet für die Kommunikation mit anderen Servern, zum Beispiel von ERP- oder EDM/PDM-Systemen. Damit war EB bereits lange vor der Idee zu Industrie 4.0 auch offen in Richtung anderer Front-End-Anwendungen, wie eben mobiler Apps. Heute ist das Internet of Things (IoT) ohne M2M-Kommunikation, wie EB und WCS sie bieten, gar nicht denkbar, denn die Vernetzung braucht Webtechnologie.

Zugang zum Engineering erleichtern

Der Einsatz von Apps ist für Aucotec ein integraler Bestandteil des Cloud-Konzepts. Sie erleichtern den Zugang zum Engineering, erlauben sowohl die mobile Datennutzung und als auch Datenerstellung und lassen sich auf unterschiedlichste Aufgaben zuschneiden. Da solche Aufgaben in jedem Unternehmen anders aussehen, bietet Aucotec an, Apps individuell für die Bedürfnisse der Kunden zu entwickeln. Sollte eine App-Idee viele Kunden interessieren, kann sie natürlich allen zugutekommen. Alle Apps basieren auf HTML 5, passen sich jedem Display an (responsive) und sind mit Android, Windows, IOS oder im Browser nutzbar.

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Erste Apps sind bereits entstanden. So ist eine zum Beispiel speziell auf den Informationsbedarf bei Wartungsaufgaben in Anlagen zugeschnitten. Sie ermöglicht jederzeit den Zugang von mobilen Geräten zu den aktuellen Engineering-Daten. Das beschleunigt geplante Services ebenso wie das Agieren im Notfall. Denn der Wartungsmitarbeiter kann so auch ohne Vorbereitung und ohne analoge Ordner vor Ort mit Tablet, Smartphone oder Laptop in die Anlagendaten gehen und sich die relevanten As-built-Informationen online über die Cloud holen – ganz egal ob Details zu einem angeschlossenen Kabel samt Ziel, der nächste Wartungstermin eines Gerätes oder eine Montageanleitung. Die Suchfunktion der App beschleunigt das Finden.

Eine weitere App dient der mobilen Aufnahme des Istzustands einer Anlage und der Übertragung dieser Daten an EB per Smartphone. Am System lässt sich daraus ableiten, an welcher Stelle Optimierungen durch Dienstleistungen oder Anlagenerweiterungen möglich wären. Das Sales-Team macht daraus ein Angebot für den Betreiber der Anlage, die Kalkulation erfolgt auf Basis realer Engineering-Daten.

Entwickelt wurde diese App für einen EB-Anwender, der seinen Kunden nicht nur Anlagen verkauft, sondern mit seinem Wartungskonzept gleichzeitig die gesicherte Funktionalität über den gesamten Lebenszyklus anbietet. Mit der EB-App konnte der Nutzer sein Angebot noch verbreitern – sehr real und sehr effizient.

Aucotec auf der SPS IPC Drives 2017: Halle 6, Stand 110

* Johanna Kiesel ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Aucotec AG in 30659 Hannover

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