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Dekra-Arbeitssicherheitsbarometer

Arbeitsschutzorganisation bietet Chancen

| Redakteur: Frauke Finus

Eine funktionierende Arbeitsschutzorganisation bringt dem Betrieb zahlreiche Vorteile.
Eine funktionierende Arbeitsschutzorganisation bringt dem Betrieb zahlreiche Vorteile. (Bild: Dekra)

Viele Unternehmen haben noch Nachholbedarf, wenn es um den organisatorischen Arbeits- und Gesundheitsschutz, zeigt das Dekra-Arbeitssicherheitsbarometer 2015/2016. Dort stecken noch die größten Verbesserungspotenziale, denn häufig steht der technische Arbeitsschutz im Vordergrund.

Eine zentrale Bedeutung hat der Aufbau einer Arbeitsschutzorganisation, wie sie der Gesetzgeber in Paragraf 3 des Arbeits-schutzgesetzes als Grundverpflichtung vorschreibt. Doch dies wird häufig in der Praxis nicht umgesetzt. Es werden in den Betrieben zwar Maßnahmen im Sinne des Arbeitsschutzes ergriffen – beispielsweise eine Gefährdungsbeurteilung oder eine Unterweisung. Diese Maßnahmen sind aber häufig nicht in eine organisatorische Struktur eingebunden.

Gemäß Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber für den Arbeitsschutz verantwortlich. Da er nicht alle Maßnahmen selbst erledigen und überwachen kann, muss er dem Arbeitsschutz eine organisatorische Struktur verleihen, um Aufgaben delegieren zu können und so seiner Pflicht nachzukommen.

Unternehmensführung ist sich ihrer Verantwortung bewusst

Eine funktionierende Arbeitsschutzorganisation bringt dem Betriebe zahlreiche Vorteile. Aufgaben werden eindeutig nach Hierarchieebenen und Funktionsbereichen getrennt und delegiert. Das verschafft dem Arbeitgeber Rechtssicherheit. Darüber hinaus können diese organisatorischen Maßnahmen den Arbeitsschutz im Betrieb weiter standardisieren und damit verbessern. So können organisatorische Prozesse beispielsweise verhindern, dass Mitarbeiter aus Unkenntnis ohne entsprechende Qualifikation, Schutzausrüstung oder Unterweisung unbemerkt in einer gefährlichen Umgebung tätig wird. Sie führt in der Regel zu mehr Zufriedenheit, Gesundheit für die Beschäftigten und dadurch zu höherer Produktivität mit weniger Produktionsausfall.

Der Technische Arbeitsschutz befindet sich in der Bundesrepublik auf einem sehr hohen Niveau. Es mangelt es in der Praxis mehr an den Prozessen und an menschlichen Unzulänglichkeiten. Es zeigt sich in der Studie, dass die Unternehmen organisatorischen Maßnahmen noch nicht die gleiche Wirksamkeit zuschreiben wie technischen Maßnahmen.

Ein positives Zeichen ist, dass bei der Befragung für das Dekra-Arbeitssicherheitsbarometer immerhin 90 % der Unternehmen angeben, die Geschäftsleitung sei „sehr eingebunden“ oder zumindest „eingebunden“ in den Arbeitsschutz. Das heißt, die Unternehmensführung ist sich ihrer Verantwortung zunehmend bewusst.

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