China Market Insider Auch dank EU: China setzt weiter auf grüne Fertigung

Autor / Redakteur: Henrik Bork / M. A. Benedikt Hofmann

China will seine Förderung der Kreislaufwirtschaft auch nach Corona beibehalten und Hersteller von High-Tech-Produkten sind ab jetzt in der sonnigen Südprovinz Hainan besonders willkommen.

Unter dem Titel „China Market Insider“ berichtet der MM Maschinenmarkt ab jetzt regelmäßig aus dem chinesischen Markt.
Unter dem Titel „China Market Insider“ berichtet der MM Maschinenmarkt ab jetzt regelmäßig aus dem chinesischen Markt.
(Bild: ©vegefox.com - stock.adobe.com)

China setzt trotz der Coronakrise weiter auf den Aufbau einer modernen Kreislaufwirtschaft. Dies wird in naher Zukunft konkrete Auswirkungen auf die fertigende Industrie des Landes haben, deren Produkte strengere Auflagen bezüglich ihrer Nachhaltigkeit erfüllen müssen. Debatten im Nationalen Volkskongress, in Chinas Medien und auch Reaktionen auf eine entsprechende EU-Initiative deuten daraufhin, dass China trotz der Coronakrise weiterhin auf die Einführung einer grüneren und nachhaltigeren Produktion setzt.

Die nationale Planungskommission NDRC in Peking arbeitet eigenen Angaben zufolge gerade an der Formulierung entsprechender Vorgaben im 14. Fünfjahresplan der Volksrepublik. „Wir hoffen aufrichtig auf Vorschläge und Ratschläge aus allen Bereichen der Gesellschaft bis Ende Juni. Danke für Ihre Sorge um und Ihre Unterstützung für die Kreislaufwirtschaft”, schreiben Chinas einflussreiche Zentralplaner auf ihrer Webseite. „Die Kreislaufwirtschaft ist erneut eines der heißen Themen gewesen”, schreibt die Finanzzeitung Guoji Jinrong Bao über die gerade beendete Sitzung des Nationalen Volkskongresses (NVK) in Peking. Sie zitierte den Abgeordneten Yin Tongyue, der die Wiederverwendung von Schlüsselkomponenten von Elektroautos forderte. Andere chinesische Politiker machten konkrete Vorschläge für die Elektronik- und die Chemieindustrie.