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Hannover Messe 2016

Auf der Hannover Messe werden Kunden in diesem Jahr mit dem Lasso gefangen

| Redakteur: Frank Jablonski

Im Fokus der Kameras: John B. Emerson, US-Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland und Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, geben einen Ausblick auf die diesjährige Hannover Messe.
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Im Fokus der Kameras: John B. Emerson, US-Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland und Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, geben einen Ausblick auf die diesjährige Hannover Messe. (Bild: Jablonski)

Kommt er oder kommt er nicht, lautete im Herbst die bange Frage, als es um das Partnerland der diesjährigen Hannover Messe ging. Neben der Antwort auf diese Frage zeigte in der vergangenen Woche die Hannover-Messe-Vorschau auf, welche technischen Highlights sich führende Unternehmen für den Frühling vorzustellen vorgenommen haben.

Obama kommt. Auf diese kurze Aussage lässt sich ein Großereignis wie die Hannover Messe 2016 zwar nicht reduzieren, in den Gesprächen drei Monate vor der Industrieschau ist diese Ankündigung der Messe-Macher dennoch das bestimmende Thema: „Wie habt ihr das geschafft?“.

Schon seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass das Partnerland den Charakter der jährlichen Industrieschau in Hannover immer deutlicher mitbestimmt. Das liegt in einem großen Maß an den jeweiligen Nationen, die Hannover als wichtige internationale Drehscheibe für ihre Unternehmen und ihre Technik verstehen und dementsprechend intensiv nutzen. Das sympathische Holland, die fleißig produzierenden Inder und in diesem Jahr? Endlich, so sagte es einer der Organisatoren am Rande der Preview, endlich USA.

Gutes Timing für USA als Partnerland für Hannover Messe 2016

Der Zeitpunkt für ein Partnerland USA könnte nicht besser sein: Der Handel mit Nord-Amerika boomt. Der NAFTA-Raum trug mit einem Umsatzplus von 14,6 Prozent maßgeblich dazu bei, dass z.B. die deutschen Maschinenexporte im November 2015 ihr Vorjahresergebnis um vier Prozent übertrafen. Nur einer der Gründe warum der VDMA als Verband die Speerspitze für das Freihandelsabkommen TTIP bildet, an dem derzeit gearbeitet wird.

Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, gibt in seinem Vortrag einen Ausblick auf die zu erwartenden Trends und Themen: „Wir als Messemacher haben früh gesagt, dass die Zukunft in der Vernetzung der Industrie liegen wird.“ Auch in diesem Jahr steht diese Vernetzung wieder im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Hannoveraner nennen es „Integrated Industry“, jetzt ergänzt um den Zusatz „Discover Solutions", denn es gebe mehr als 100 konkrete Anwendungsbeispiele rund um Industrie 4.0 zu entdecken.

John B. Emerson, US-Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, der stellvertretend für das Partnerland sprach, betonte den Zeitpunkt: „Nach einer langen Historie der Beziehungen, ist es jetzt an der Zeit, unsere Anstrengungen zu verdoppeln und zu verdreifachen, um unser Wirtschaftswachstum auch im 21. Jahrhundert sicher zu stellen.“ Das Wirtschaftsministerium arbeite daran, mehr als 250 US-Unternehmen zur Messe im April zu bringen. In diesem Jahr werden insgesamt etwa 5000 Aussteller und 200.000 Besucher erwartet.

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