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Instandhaltung

Auf der Suche nach dem richtigen Dienstleister

| Autor / Redakteur: Jürgen Dönges / Robert Weber

Bild 1: Moderne Fördertechnikanlagen müssen regelmäßig gewartet werden, denn ein Ausfall der Logistik kann teuer werden.
Bildergalerie: 4 Bilder
Bild 1: Moderne Fördertechnikanlagen müssen regelmäßig gewartet werden, denn ein Ausfall der Logistik kann teuer werden. (Bild: Telogs)

Fördertechnik und Lagersysteme sind mittlerweile Hightechprodukte, die über den Erfolg der Firma mitentscheiden, und viele Unternehmen sind mit der Instandhaltung der Technik überfordert. Dienstleister können helfen. Was der Service bieten sollte, wissen aber nur wenige Kunden.

Mangelhafte Instandhaltung automatischer Lager- und Fördertechnik verursacht hohe Kosten – dennoch wird dieses Thema in vielen Unternehmen stiefmütterlich behandelt. Das hängt auch mit den Anforderungen an die heutige Logistik zusammen. Die Produktionen arbeiten an der Belastungsgrenze, Zeit- und Bestandspuffer werden drastisch reduziert, die Zeitfenster für Arbeiten an der Anlage sind knapp und liegen meist außerhalb der Betriebszeiten (Bild 1).

Den Durchblick bei Gesetzen und Richtlinien behalten

Eine Studie der Con-Moto Consulting Group belegt: In Deutschland werden jährlich 14 Mrd. Euro durch ineffizientes Instandhaltungsmanagement verschwendet. Aus diesem Grund müssen Unternehmen umdenken und individuelle Wartungsstrategien entwickeln. Eine Möglichkeit ist die Auslagerung an einen Dienstleister.

Viermal so hoch wie die direkten Instandhaltungskosten schätzen Experten der RWTH Aachen und des Fraunhofer-IPT die Kosten für unterlassene oder fehlerhafte Wartung. Das dokumentiert die Studie „Intelligent Maintenance – Potenziale zustands-orientierter Instandhaltung“. Sie belegt, dass sich die Instandhaltungskosten durch konsequente, zustandsorientierte Maßnahmen durchschnittlich um rund 23 % reduzieren. Diese Zahlen sind 1:1 auf die Instandhaltung automatisierter logistischer Anlagen übertragbar.

Warum steht es so schlecht um die Wartung der Logistikanlagen in Deutschland?

Zum einen fehlt oft noch das Bewusstsein, dass Instandhaltung nicht nur Kostenfaktor ist, sondern eben auch ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Dazu kommt: In vielen Fällen ist es aber auch aufgrund der immer komplexeren Technologien im Lager und einer zunehmenden Flut von Gesetzen und Richtlinien kaum noch wirtschaftlich möglich, das notwendige Know-how im eigenen Unternehmen vorzuhalten. Für viele Unternehmen, die nur vereinzelte Lagerstandorte betreiben, ist es auf Dauer zu teuer, die eigenen Mitarbeiter alle notwendigen Zertifizierungen erwerben zu lassen (Bild 2).

Intervallorientierte Wartung der Anlage durch Mitarbeiter des Herstellers birgt häufig Nachteile

Auch die intervallorientierte Wartung der Anlage durch Mitarbeiter des Herstellers birgt häufig Nachteile: Anlagenteile von Fremdherstellern werden nicht mitgewartet, sodass jedes Mal Servicemitarbeiter mehrerer Firmen anreisen müssen. Die Wartung erfolgt in vielen Fällen rein intervallgesteuert. Instandhaltung schützt aber nur dann optimal vor Störungen und Ausfällen, wenn für jede Anlage eine individuelle, zustandsorientierte Instandhaltungsplanung erfolgt (Bild 3).

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