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CNC-Ausbildungsinitiative

Auf Knuth-Werkzeugmaschinen die Theorie zur Praxis machen

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Mike Kutzner, Fachberater Knuth-Campus, demonstriert auf der Nortec in Hamburg das CNC-Trainingscenter.
Mike Kutzner, Fachberater Knuth-Campus, demonstriert auf der Nortec in Hamburg das CNC-Trainingscenter. (Bild: Sonnenberg)

Für die staatliche und betriebliche Ausbildung haben Knuth und Siemens in Kooperation zwei innovative und schlüsselfertige Mehrplatz-Ausbildungskomplettsysteme entwickelt. Zu der CNC-Ausbildungsinitiative befragten wir auf der Nortec in Hamburg Mike Kutzner, Fachberater bei Knuth-Campus.

Herr Kutzner, woher kam der Impuls für die Ausbildungsinitiative?

Kutzner: Die Firma Knuth liefert schon seit Jahren Werkzeugmaschinen in den Ausbildungsbereich und von daher war es naheliegend, dass wir unsere Erfahrung und Kompetenz bündeln und als komplettes fertiges Paket bei Ausbildern anbieten.

Warum fiel die Wahl auf Siemens?

Kutzner: Die Keimzelle unserer Kooperation ist die Siemens 808D – eine Steuerung, die als Einstiegslösung konzipiert ist, die aber – was die Bedienphilosophie und Menüstruktur angeht – den größeren Steuerungen von Siemens vergleichbar ist. So ermöglicht auch das kleinste Mitglied der Sinumerik-Steuerungsfamilie eine Ausbildung auf einem hohen und praxisgerechten Niveau und einen sicheren Umgang mit CNC-Maschinen.

Sie haben die Ausbildungspakete Basic und Master geschnürt, worin liegt der Unterschied?

Kutzner: Das Basic-Paket ist der Einstieg in die Ausbildungsinitiative mit dem Anspruch, die in der Theorie erlernten Grundlagen in der Programmierung auch tatsächlich anzuwenden. Dafür haben wir Maschinen ausgewählt, die für die Produktion geeignet sind und unter anderem auch über automatische Werkzeugwechsler verfügen. Dazu PC-Arbeitsplätze mit steuerungsidentischer Software, Handbücher, Spannmittel, Werkzeuge und Kamerasysteme mit Monitor, die auch die Erstellung des Werkstücks dokumentieren. Damit kann man der theoretischen Ausbildung das wichtige Element hinzufügen, dass der Auszubildende am Ende des Tages ein fertiges Werkstück in der Hand hält. Das später geplante Master-Paket hingegen vermittelt die gesamte Bandbreite der spanenden Bearbeitung an deutlich komplexeren und leistungsfähigeren Maschinen, komplett von der Fünf-Achs-Fräsbearbeitung bis zum Drehen mit angetriebenen Werkzeugen. Dabei hilft den Auszubildenden auch die Arbeit mit der CNC-identischen Siemens-Sinotrain-Software, die dann auch weiterführende Inhalte nachhaltig und prüfungsgerecht vermittelt.

Wen möchten Sie mit Ihrem CNC-Ausbildungsprogramm vorrangig erreichen?

Kutzner: Die Erfahrung von Ausbildern, die in dieses Projekt eingeflossen ist, zeigt, dass die praktische Umsetzung, also die Arbeit an der Maschine, ein wesentlicher Bestandteil jeder CNC-Ausbildung sein sollte. Damit sind die Ausbildungspakete für schulische und betriebliche Aus- und Weiterbildung interessant. Des Weiteren ist es für Knuth eine Chance, Kontakte zu den Betrieben und Ausbildungsstätten zu vertiefen oder auch neu aufzubauen und sich als Komplettanbieter von Maschinen für die Ausbildung bis hin zur Produktion vorzustellen.

* Das Interview führte MM-Redakteurin Victoria Sonnenberg

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