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Blechnet trifft...

...auf Kunst aus Stahl: „A Bullet from a Shooting Star“ in London

| Autor / Redakteur: Frauke Finus / Frauke Finus

„A Bullet from a Shooting Star“ heißt der 35 m hohe, auf den Kopf gestellte Hochspannungsmast des britischen Künstlers und Designers Alex Chinneck.
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„A Bullet from a Shooting Star“ heißt der 35 m hohe, auf den Kopf gestellte Hochspannungsmast des britischen Künstlers und Designers Alex Chinneck. (Bíld: Seam Lightning)

Ein Hochspannungsmast, der aussieht, als ob Godzilla mit ihm Speerwerfen gespielt hätte, ist derzeit der Hingucker in London. Für das London Design Festival hat der Künstler Alex Chinneck 15 t Stahl von Tata Steel zur Skulptur „A Bullet from a Shooting Star“ verarbeitet.

Eindrucksvolle Bauten, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben, gibt es in Englands Metropole en masse: Tower of London, St. Paul´s Cathedral, Big Ben, Westminster Abbey... Doch die Londoner können auch modern – beim London Design Festival wird die Stadt an der Themse zur Kreativhauptstadt der Welt.

Eine Skulptur ganz aus Stahl

Das London Design Festival fand im Jahr 2003 das erste Mal statt, wurde von Sir John Sorrell und Ben Evans ins Leben gerufen. Ihre Idee war es, eine jährliche Veranstaltung zu schaffen, die die Kreativität der Stadt fördert. Das Festival-Programm besteht aus mehr als 400 Veranstaltungen von Kreativen und Künstlern aus der ganzen Welt. Außerdem beauftragen die Macher jährlich renommierte britische Architekten und Designer mit der Errichtung von Installationen in der ganzen Stadt

Eines der Highlights im letzten Jahr war eine Skulptur ganz aus Stahl auf der Greenwich Peninsula, einst die Heimat der größten Öl- und Gaswerke in Europa. Das größte Outdoor-Projekt des London Design Festivals 2015 lässt den Himmel über der Stadt an der Themse erstrahlen. „A Bullet from a Shooting Star“ heißt der 35 m hohe, auf den Kopf gestellte Hochspannungsmast des britischen Künstlers und Designers Alex Chinneck. Beim Design ließ er sich von dem industriellen Hintergrund der Londoner Halbinsel Greenwich, auf der der stählerne Turm steht, inspirieren.

Tata Steel lieferte 15 t Stahl für diese Skulptur, die mit 19 m tiefen Pfählen im Boden gehalten wird. Das komplexe Projekt, für das 524 unterschiedliche Teile in einer Größe von 311 mm bis 12,75 m benötigt wurden, wurde vom Metal Centre der Tata Steel in Rotherham begleitet. 450 Stahl-Einzelstücke wurden dafür an über 1000 Verbindungspunkten zusammengeschweißt. Ehe der Künstler diese Arbeit erstellte, besuchte er die Produktion von Tata Steel in Scunthorpe, um zu erleben, wie Eisenerz, Kohle und Kalk zu Stahl verarbeitet werden. Chinneck sagt zu diesem Besuch: „Es war schier unglaublich. Fraglos war es die großartigste industrielle Erfahrung meines Lebens. Sowohl persönlich als auch schöpferisch fand ich es absolut fantastisch“.

Ins rechte Licht gerückt

Beleuchtet wird das stählerne Kunstwerk vom Lichthersteller Osram. Mittels Traxon-LED-Leuchten und einer dynamischen Lichtsteuerung wird der Mast auffällig schön in Szene gesetzt. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang können Besucher ein farbiges Lichtspiel erleben. Mit programmierten Sequenzen aus langsamen, dynamischen Bewegungen und unterschiedlicher Farbsättigung wird der Pylon eindrucksvoll mit Licht inszeniert.

Das Kunstwerk wird noch in diesem Jahr wieder abgebaut, denn der Platz auf der Halbinsel ist für Wohnraum vorgesehen. Der Stahl wird wiederverwertet. Das diesjährige London Design Festival findet vom 17. bis 25. September statt.

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