China Market Insider Aufholjagd – China investiert massiv in Forschung

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Melanie Krauß

China plant eine Aufholjagd seiner Fertigungsindustrie durch eine massive Erhöhung der Forschungsausgaben. Ungewöhnlich: es werden auch kritische Stimmen laut.

Sieben Prozent zusätzliche Ausgaben pro Jahr plant die chinesische Regierung für die Forschung & Entwicklung.
Sieben Prozent zusätzliche Ausgaben pro Jahr plant die chinesische Regierung für die Forschung & Entwicklung.
(Bild: ©Eisenhans - stock.adobe.com)

In den kommenden fünf Jahren wolle die Pekinger Regierung ihre Ausgaben für Forschung & Entwicklung jedes Jahr um sieben Prozent erhöhen, sagte Chinas Premier Li Keqiang in seinem jährlichen Regierungsbericht. Li sprach vor den Abgeordneten des Nationalen Volkskongresses (NVK) in Peking, dem chinesischen Marionettenparlament, das die zuvor von der Kommunistischen Partei Chinas formulierte Politik öffentlich „beschließt“.

Das ambitionierte Ziel zur Steigerung der Forschungsausgaben ist eine Reaktion der Pekinger Führung auf den „Technologiekrieg“, den der ehemalige US-Präsident Donald Trump mit einem Verbot von Halbleiter-Exporten nach China und ähnlichen Maßnahmen begonnen hatte. Seither dreht sich Chinas gesamte Industriepolitik ganz stark um die Förderung der eigenen Autarkie. Die qualitative Aufwertung der Fertigungsindustrie ist ein zentraler Teil dieser Anstrengungen.