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IWH Aufschwung geht an der Investitionsgüterindustrie vorbei

| Redakteur: Peter Steinmüller

Im verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands verliert die steile konjunkturelle Talfahrt etwas an Tempo, meldet das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit Verweis auf seine Industrieumfrage unter rund 300 Unternehmen. Wie die Konjunkturexperten betonen, haben sich erstmals in diesem Jahr die Geschäftsaussichten bis zum Jahresende deutlich aufgehellt, und erstmals seit Januar hielten sich gute und schlechte Erwartungen in etwa die Waage.

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Zu dieser Tendenzwende hätten vor allem die Meldungen aus der chemischen Industrie, dem Glas- und Keramikgewerbe sowie von den Metallerzeugern beigetragen. So bewerten 60% der Chemieunternehmen die Aussichten für die nächsten Monate positiv. Im Investitionsgütergewerbe zeigt sich diese Tendenzumkehr dagegen noch nicht.

Die Auftragslage hat sich vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau zwar gegenüber Mai etwas verbessert, doch insgesamt reichen diese Impulse der Analyse der Hallenser Forscher zufolge nicht aus. „Vor einem Jahr war die Sparte in absoluter Hochstimmung, nunmehr befinden sich die Erwartungen seit Monaten im negativen Bereich, und auch die Lagebewertung sinkt noch immer ab“, kommentiert Dr. Cornelia Lang von der Abteilung Makroökonomik diese Ergebnisse.

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