Auftragseingänge Aufträge und Auslastung im Maschinenbau steigen auch im Juni

Autor Robert Horn

Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Auftragseingang im Maschinenbau um real 4 %, meldet der VDMA. Für die zweite Jahreshälfte herrscht Zuversicht.

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Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau um real 4 %, gab der VDMA bekannt. Im Juni kletterten die Orders um 2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau um real 4 %, gab der VDMA bekannt. Im Juni kletterten die Orders um 2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Erneut meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) einen Zuwachs der Aufträge seiner Mitgliedsunternehmen. Im Juni 2017 stieg der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau um real 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark war laut VDMA die Nachfrage aus den Nicht-Euroländern. Hier stiegen die Aufträge um 11 %. „Der Euro-Raum – minus 12 % – schwächelte dagegen aufgrund eines außergewöhnlich guten Vorjahreswertes“, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Wiechers. „Die Bestellungen aus dem Inland – minus 3 % – haben weiter Nachholbedarf“, ergänzte Wiechers.

Auch im Vormonat Mai waren die Aufträge um 17 % gestiegen. Der Verband erhöhte deshalb seine Jahresprognose für die Maschinenproduktion 2017 auf plus 3 %.

Auftragseingänge in Baden-Württemberg ...

Der Landesverband Baden-Württemberg vermeldet für Juni ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch dort agierte das Inland verhalten, den Ausschlag gaben Bestellungen aus dem Ausland mit einem Plus von 11 %. „Das erste Halbjahr 2017 war vielversprechend, und die Vorzeichen für die zweite Jahreshälfte sind weiter positiv. Die Weltkonjunktur ist wieder angesprungen, und der baden-württembergische Maschinenbau profitiert davon. Die Wachstumsschübe kommen derzeit vor allem aus dem Ausland, das Inland dagegen hat weiter Nachholbedarf“, so Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA Baden-Württemberg.

... und Bayern

Einen satten Einbruch meldete dagegen der VDMA aus Bayern. Hier gingen die Orders um 13 % zum Vorjahresmonat zurück. Vor allem das Auslandsgeschäft schwächelte mit minus 17 %, Aufträge aus dem Inland gingen um 2 % zurück. „Der Auftragseingang im bayerischen Maschinen- und Anlagenbau verfehlte im Juni trotz eines insgesamt zufriedenstellenden Auftragseingangs das Vorjahresniveau. Als Ursache sind die rückläufigen Bestellungen aus dem Ausland zu nennen. Der deutliche Rückgang von 19 % aus den Nicht-Euro-Ländern erklärt sich durch einen Basiseffekt – starke Vorjahreswerte verzerren das aktuelle Bild. In den ersten sechs Monaten bleibt die Gesamtbilanz der Bestelleingänge mit real minus 8 % negativ. Sehr positiv zeigt sich in diesem Zeitraum die Entwicklung der Eingänge aus dem europäischen Ausland, mit einem Plus von 21 % zum Vorjahr,“ sagte Elgar Straub vom VDMA Bayern.

VDMA sieht Prognose bestätigt

Für das erste Halbjahr 2017 zieht der Verband mit einem Plus von 4 % eine positive Bilanz und blickt mit Zuversicht in die zweite Jahreshälfte. „Insgesamt sind wir zufrieden, dass der Aufschwung Kontur gewinnt und fast die gesamte Breite des Maschinenbaus erfasst hat. Es gibt nur noch wenige Fachzweige, die über Auftragsrückgänge klagen“, so Wiechers. Erstmals seit 2012 lag im Juli die Kapazitätsauslastung im deutschen Maschinenbau mit 87,8 % wieder über dem langjährigen Branchendurchschnitt. „Wir sehen uns bestätigt mit unserer Prognoseerhöhung auf 3 % Produktionszuwachs im Gesamtjahr 2017“, betonte Wiechers.

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