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Smart Factory

Augmented Reality – Killerapplikation für die Fertigung?

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das produzierende Gewerbe in Deutschland ignoriert mehrheitlich die Innovationschancen, die Augmented-Reality-Technologien für die Fertigung bieten. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „IT Innovation Readiness Index“ des Münchner Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC).

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Google-Brille
Google-Brille
(Bild: commons.wikimedia.org)

„Die Möglichkeiten von Augmented Reality werden von der mittelständischen Fertigungsindustrie so gut wie gar nicht wahrgenommen. Lediglich 5 % der Studienteilnehmer stimmten der Aussage uneingeschränkt zu, dass sich damit Effizienzvorteile in der Produktion erzielen lassen“, konstantiert Karsten Leclerque, Principal Consultant bei PAC und Co-Autor der Follow-up-Studie, die im Auftrag der Freudenberg IT durchgeführt wurde.

Datenbrille unterstützt Techniker bei Antriebs- oder Anlagendefekt

Im Gegensatz zu dieser Einschätzung steht die Tatsache, dass bereits praxistaugliche Augmented-Reality-Lösungen für die Industrie verfügbar sind – etwa eine Google-Glass-Anwendung für höhere Wartungseffizienz. Dabei erhält der zuständige Techniker bei einem Antriebs- oder Anlagendefekt per Datenbrille alle notwendigen Informationen.

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Somit hat er beide Hände für die Störungsbeseitigung frei. Assistieren könnte ihm ein externer Spezialist, der die betroffene Maschine genauer kennt. Denn über die integrierte Videokamera von Google Glass sind die Reparaturarbeiten problemlos aus der Ferne mitverfolgbar.

Google Glass als mobiles Endgerät

Auf den engen Zusammenhang zwischen Augmented Reality und Industrie-4.0-Treibertechnologien macht Horst Reichardt, CEO der Freudenberg IT, aufmerksam: „Beispiele wie Google Glass zeigen, dass sich der Begriff 'mobiles Endgerät' rasant erweitert. Er gewinnt spätestens dann eine völlig neue Dimension, wenn auch intelligente Werkstücke im Sinne einer selbstregulierenden Produktionssteuerung autark mit Anlagen und Maschinen kommunizieren. Immer mehr Komponenten werden in das Internet der Dinge integriert, das dadurch zum Internet of Everything mutiert und zu tief greifenden Veränderungen in der Fertigung führt.“

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