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China Market Insider Aus Peking in die Provinz – China zwingt große Industriekonzerne zum Umsiedeln

Von Henrik Bork

Die Stadt Peking hat ein industrielles Umsiedlungsprojekt vom Typ XXL begonnen. Große Staatsbetriebe unter zentraler Verwaltung müssen die chinesische Hauptstadt verlassen.

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(Bild: ©Eisenhans - stock.adobe.com)

„Dieses Mal wirklich?“, fragte die chinesische Industriezeitung kürzlich in einer Schlagzeile, denn die von Partei und Regierung angeordnete Entlastung Pekings ist seit mehreren Jahren im Gespräch. Nun aber geht es offenbar wirklich los, ja. Seit Anfang dieses Jahres haben allein fünf chinesische Konglomerate ihren Wegzug aus der chinesischen Hauptstadt angekündigt. Es handelt sich um die Hauptquartiere von großen staatseigenen Betriebe (SEB), die ganz im Stil einer sozialistischen Planwirtschaft bislang die Nähe der mächtigen Planungsbürokraten in der Hauptstadt gesucht hatten.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, an sich ein großer Befürworter von mehr Planwirtschaft, hat die Entlastung des überbevölkerten, von Verkehrsstaus und Luftverschmutzung geplagten Peking zur Chefsache gemacht. 21,89 Millionen permanente Anwohner sind bei der letzten Volkszählung für Peking ermittelt worden. Dazu kommen viele Millionen Pendler, die täglich in den Ballungsraum strömen.