Booz & Company-Studie Ausbau erneuerbarer Energien muss wirtschaftlich vertretbar sein

Redakteur: Jürgen Schreier

Eine neue Analyse von Booz & Company zeigt die notwendige Schritte zur Erreichung der Klimaziele und Erhöhung der Versorgungssicherheit. Das Beratungsunternehmen sieht in diesem Zusammenhang ein begrenztes Ausbaupotenzial bei den der erneuerbaren Energien . Eine Modernisierung konventioneller Kohlekraftwerke und die weitergehende Nutzung der Kernenergie sei zwingend erforderlich.

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Nicht erst seit der Veröffentlichung des in der vergangenen Woche lancierten sogenannten „Energiepolitischen Appells“ diskutieren Politiker aller Parteien, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler über den Energiemix der Zukunft. Zentrale Herausforderung sei es, die ökologischen und ökonomischen Notwendigkeiten in eine sinnvolle Balance zu bringen.

Mit genau diesem Ziel skizziert die internationale Strategieberatung Booz & Company in einer aktuellen Analyse, wie Deutschland die ambitionierten Klimaziele der Europäischen Union in einem Zeitraum über 2030 hinaus erreichen und zugleich die Versorgungssicherheit erheblich steigern kann.

Starke Fokussierung auf erneuerbare Energien ist ein Fehler

Die Untersuchungsergebnisse untermauern aktuelle Forderungen nach verlängerten Laufzeiten für bestehende Kernkraftwerke. Die starke Fokussierung auf erneuerbare Energien erachten die Booz-Experten als einen Fehler. Nach der Analyse besitzt Sonnenenergie in Deutschland nur ein sehr begrenztes Potenzial. Geothermie und Meeresenergie lägen, so die Berater, schlicht nicht im „Lösungsraum“. Auch die Erzeugung von Windenergie lohne sich im großen Stil lediglich im windreichen Norden, aber keineswegs landesweit. Von einer zuverlässigen Produktion von Grundlaststrom seien die alternativen Energieträger solglich noch weit entfernt, resümiert das Beratungsunternehmen.

Erreichen der Klimaziele ohne Laufzeitverlängerung nicht machbar

Vor diesem Hintergrund sei eine deutliche Verlängerung der Laufzeit der bereits bestehenden Kernkraftwerke für das Erreichen der Klimaziele unumgänglich. „Die Kernenergie ist mit Abstand die kostengünstigste Möglichkeit, CO2-freien Strom zu erzeugen, darüber hinaus auch technisch ausgereift und sicher. Ohne greifbare Alternativen ist die Kernenergie auch langfristig erforderlich, also keineswegs aus heutiger Sicht eine Brückentechnologie, wie oft gemutmaßt wird.“, so die Einschätzung von Dr. Walter Wintersteller, Partner und Leiter der europäischen Utility-Practice von Booz & Company.

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