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N+P Informationssysteme

Ausfall- und Stillstandzeiten verringern sich

| Redakteur: Carmen Kural

Die Erstellung und Nutzung von sogenannten digitalen Zwillingen kann die Fertigungstransparenz und die Produktivität deutlich erhöhen.

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Ein Prototyp eines digitalen Zwillings wurde mit mehreren Projektpartnern – unter anderem mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) – für einen Getränkeabfüller entwickelt.
Ein Prototyp eines digitalen Zwillings wurde mit mehreren Projektpartnern – unter anderem mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) – für einen Getränkeabfüller entwickelt.
(Bild: N+P Informationssysteme)

Die N+P Informationssysteme GmbH zeigt im Rahmen der Digital Factory, der internationalen Leitmesse für integrierte Prozesse und IT-Lösungen, wie die Verknüpfung von realen und digitalen Daten zur Optimierung von Fertigungsprozessen beiträgt. Bei den vorgeführten smarten Anwendungsfällen von vernetzter Produktion – so das Unternehmen – stehen Softwarelösungen im Mittelpunkt, die einen störungsfreien Prozessdurchlauf unterstützen, Routineaufgaben automatisieren und vorausschauende Analysen ermöglichen.

Mit den Präsentationen auf dem Messestand H28 von Autodesk in der Halle 6 und auf dem Gemeinschaftsstand E26 des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau – VDMA – in der Halle 7 will N+P vor allem demonstrieren, wie man sogenannte digitale Zwillinge erstellen und intelligent nutzen kann.

Solche virtuellen Modelle seien der Ausgangspunkt für mehr Fertigungstransparenz und die Erhöhung der Produktivität, betont das Unternehmen. Der Betrieb von Anlagen lasse sich durch die Verknüpfung verschiedener Systeme wie etwa CAD-, ERP- und MES-Software und die vertiefte Integration mithilfe digitaler Zwillinge nachhaltig verbessern, heißt es; Ausfall- und Stillstandzeiten würden verringert und Menschen bei der Maschinenbedienung und -instandhaltung unterstützt.

Ein Prototyp eines digitalen Zwillings wurde mit mehreren Projektpartnern für den Getränkehersteller Peterstaler Mineralquellen entwickelt. Das Förderprojekt unter dem Namen Cyproassist wird in Kooperation mit KHS, einem international tätigen Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen, und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) sowie der Technologie Transfer Initiative TTI der Universität Stuttgart durchgeführt. Ein weiterer Prototyp ist bei bei Hörmann Rawema Engineering & Consulting in Betrieb.

Im Zentrum des digitalen Zwillings steht die von N+P entwickelte MES-Lösung NUP-MES. Durch die Integration der Anlagen durch den Datenaustausch-Standard OPC-UA, einem herstellerunabhängigen Kommunikationsprotokoll für Smart Factories („OPC“ ist die Abkürzung von „OLE (Object Linking and Embedding) for Process Control“, „UA“ bedeutet „Unified Architecture“), werden aktuelle Ist-Daten und Störungsmeldungen direkt ausgelesen.

Ergänzend dazu wird mit einem Viewer, der als Basis die Autodesk-Forge-Technologie nutzt, das 3D-CAD-Modell visualisiert und mit realen Maschinendaten verknüpft. Der digitale Zwilling dient dabei unter anderem zum Sichtbarmachen von Störungen an der Maschine. Dadurch können mithilfe von ergänzenden Hinweisen zur Fehlerbehebung Ausfälle von Maschinen deutlich schneller als bislang üblich behoben werden, teilt N+P mit. Ein Fertigungsassistenzsystem vermindere darüber hinaus Rüstzeiten, verringere Fehlbedienungen und verbessere den Wissenstransfer zwischen Mitarbeitern.

All diese Verbesserungen ermöglichen N+P zufolge eine lückenlos durchlaufende Produktion, die essentielle Wettbewerbsvorteile generieren soll. Das Unternehmen widmet sich seit der Gründung im Jahre 1990 mittlerweile mit 160 Mitarbeitern der Aufgabe, IT-Systeme entlang von Wertschöpfungsketten zu durchgängigen Lösungen zu verbinden.

N+P Informationssysteme auf der Hannover Messe: Halle 6, Stand H28 und Halle 7, Stand E26

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