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Geschäftsaussichten Ost 2009 Ausländische Verarbeiter in Deutschland Ost weniger optimistisch

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle hat zwischen dem 16. Oktober und 10. Dezember 2008 insgesamt 657 Töchter ausländischer und westdeutscher Investoren mit Sitz in den neuen Bundesländern zu den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2009 befragt. Bemerkenswert: Insgesamt ist die Stimmung besser als erwartet. Das gilt allerdings nut eingeschränkt für das verarbeitende Gewerbe.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Auswertungen zeigen, dass nur rund 23% der befragten Unternehmen einen Rückgang der Investitionen im Vergleich zum Vorjahr erwarten. Hingegen erwarten 36% keine Veränderung und rund 33% sogar eine Zunahme. Für den Umsatz prognostizieren sogar 42% der Unternehmen Zuwächse im Jahr 2009. Die Mehrheit der befragten Unternehmen (59%) geht dabei davon aus, dass der Anteil der Exporte am Gesamtumsatz 2009 unverändert bleibt. Nur 5% der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung der Exportlage in 2009.

Allerdings wird das Geschäftsjahr 2009 von Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe negativer eingeschätzt als von Unternehmen anderer Branchen wie Bergbau, Großhandel, unternehmensnahe Dienstleistungen oder Kredit- und Versicherungsgewerbe. Über alle Branchen hinweg fallen aber die Erwartungen für Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung bei größeren Unternehmen schlechter aus.

Insgesamt stabile Aussichten

Tochtergesellschaften mit ausländischen Investoren blicken positiver auf das Geschäftsjahr 2009 als Unternehmen, die zu einem westdeutschen multinationalen Konzern gehören. Insgesamt zeigt die Befragung also überwiegend stabile Geschäftsaussichten ostdeutscher Unternehmen mit auswärtigen Investoren für das Jahr 2009. Dies ist überraschend vor dem Hintergrund der allgemeinen Eintrübung des Geschäftsklimas zum Ende des vergangenen Jahres in Deutschland, aber zeigt möglicherweise auch eine Stabilität dieser Art von Investitionen am Standort Ost.

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