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VDW

Auslandsaufträge stärken die Hoffnung auf Produktionszuwachs im zweiten Halbjahr

17.02.2010 | Redakteur: Peter Steinmüller

VDW-Vorsitzender Martin Kapp (l.) und Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer registrieren seit September steigende Aufträge.Bild: Steinmüller
VDW-Vorsitzender Martin Kapp (l.) und Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer registrieren seit September steigende Aufträge.Bild: Steinmüller

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„Das Licht am Ende des Tunnels wird heller“, fasste Martin Kapp die Perspektiven der Werkzeugmaschinenbauer für das aktuelle Jahr zusammen. Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) bezog sich mit seinem Statement während der Jahrespressekonferenz seines Verbandes auf den unerwartet starken Anstieg der Nachfrage seit dem vergangenen Sommer.

Trotzdem erwartet der VDW-Vorsitzende angesichts des historisch einmaligen Produktionsrückgangs von 30% im vergangenen Jahr auch für das laufende Jahr noch einen Rückgang von 10%, weil mit steigender Produktion erst in der zweite Jahreshälfte zu rechnen sei.

Auftragseingang im Werkzeugmaschinenbau steigt

Immerhin verbessert sich seit September der Auftragseingang stetig. Im vierten Quartal 2009 hatten die Bestellungen von Werkzeugmaschinen um 12% angezogen. Auch für den Januar meldeten die Mitgliedsunternehmen laut Kapp gute Geschäfte auf allerdings niedrigem Niveau.

Getrieben wird die Erholung vor allem vom Auslandsgeschäft. Das Wachstum in Schwellenländern wie China und Indien sei ungebrochen. Andere wichtige Märkte wie die USA, Brasilien und Russland kehrten nach Einbrüchen im vergangenen Jahr auf einen Wachstumspfad zurück.

Deutscher Werkzeugmaschinenbau hängt Konkurrenz aus Japan ab

Die Bestellungen kommen Kapp zufolge vermehrt aus dem Projektgeschäft. Dass hier die besondere Stärke des deutschen Werkzeugmaschinenbaus liegt, zeigt der Vergleich mit der japanischen Konkurrenz, die vor allem Standardmaschinen im Angebot hat: Dort ist die Werkzeugmaschinenproduktion im Jahr 2009 doppelt so stark eingebrochen wie in der Bundesrepublik, wo 21% des Welt-Produktionswertes erwirtschaftet wurden.

„In einer eigenen Liga spielt China“, sagte Kapp. Mit ihrem enormen Wachstum sind die Hersteller aus der Volksrepublik mittlerweile zur weltweiten Nummer 2 aufgestiegen. Aber umgekehrt verkauften deutsche Hersteller in der Volksrepublik so gut wie noch nie, erzählte Kapp: „Mit 1,15 Mrd. Euro ist der chinesische Markt mittlerweile für uns fast dreimal so groß wie der in den USA auf Platz 2.“

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