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Schuler Autobauer erhöht Produktivität dank Servotechnik

Autor / Redakteur: Simon Scherrenbacher / M.A. Frauke Finus

Zeit ist Geld – klingt abgedroschen, ist aber so. Eine hohe Ausbringungsleistung ist folglich das Ziel aller Pressenbetreiber. Die Servo-Direkt-Technologie von Schuler hilft dabei. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 17 Hüben pro Minute fertigt ein chinesischer Autobauer jetzt 60 Vierfachteile pro Minute.

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Rund 60 Vierfachteile pro Minute produziert die vierstufige Servo-Pressenlinie von Schuler bei FAW Car Co. (FCC) in Changchun.
Rund 60 Vierfachteile pro Minute produziert die vierstufige Servo-Pressenlinie von Schuler bei FAW Car Co. (FCC) in Changchun.
(Bild: Schuler)

Eine Servo-Platinenschneidanlage sowie eine 3500 t starke Servo-Transferpresse von Schuler sind beim chinesischen Automobilhersteller First Automotive Works Car Company schon jahrelang im Einsatz. Seit 2015 läuft im Werk Changchun nun auch eine insgesamt 6100 t starke Pressenlinie mit Servo-Direkt-Technologie. Dadurch ist es der FAW Car Co. (FCC) gelungen, die Ausbringung von Karosserie- und Strukturteilen unter anderem für die Premium-Marke Hongqi („Pentium“) deutlich zu erhöhen.

Rund 60 Vierfachteile produziert die vierstufige Servo-Pressenlinie bei einer Höchstgeschwindigkeit von 17 Hüben pro Minute. Die optimale Abstimmung von Einzelpressen und Automation einschließlich Platinenlader, Crossbar Feedern für den schnellen und sicheren Teiletransport und Teileauslauf ermöglichen diese hohe Ausbringungsleistung. Der schnelle Wechsel von Werkzeugen und Toolings sichert dadurch die nötige Flexibilität für Produktwechsel. Mit Hilfe einer Computer-Simulation der gesamten Anlagenabläufe lässt sich die Ausbringungsleistung für jedes Teil optimieren.

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Hoher Lokalisierungsgrad reduziert Kosten

Die 3500-t-Transferpresse von Schuler mit einer Spannfläche von 7 × 3 m ist schon zwei Jahre länger im Einsatz und zählt zu den größten Servopressen der Welt. Sie produziert hauptsächlich Boden- und Rahmenstrukturteile für im vorderen, mittleren und hinteren Teil der Fahrzeuge.

Bis auf wenige Know-how-Komponenten fertigte und montierte Schuler die Baugruppen für die Linie – Tische, Ständer, Stößel und Kopfstücke – erstmals komplett im chinesischen Produktionswerk in Dalian. Dieser hohe Lokalisierungsgrad reduzierte die Investitionskosten auf Kundenseite wesentlich. Obwohl die beengten Platzverhältnisse in der Werkshalle Anpassungen an der Einhausung für die Anlage nötig machten, gelang es Schuler, sämtliche Termine auf den Punkt einzuhalten. Und so konnte FCC Anfang 2015, gerade einmal 24 Monate nach der Bestellung, die Produktion auf der Servo-Pressenlinie starten.

Schuler auf der Euroblech 2016: Halle 27, Stand F82

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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