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Lenze Automatisieren ohne Roboterprogrammierer

| Autor/ Redakteur: Detlef Stork / Stefanie Michel

Wer Produkte in Losgröße 1 fertigen will, muss flexible Produktionsanlagen besitzen und kommt an Robotern kaum vorbei. Um diese in die Gesamtautomatisierung einzubinden, sind keine speziellen Programmierer mehr nötig, denn Applikationsmodule ermöglichen die Bewegungsplanung durch einfache Parametrierung.

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Selbst komplexe Pick-&-Place-Bewegungen lassen sich mit den Robotikmodulen so einfach wie eine Einzelachsbewegung umsetzen.
Selbst komplexe Pick-&-Place-Bewegungen lassen sich mit den Robotikmodulen so einfach wie eine Einzelachsbewegung umsetzen.
(Bild: Lenze)

Die zunehmende Individualisierung von Produkten führt zu immer kleineren Losgrößen in der Fertigung. Produktionsanlagen müssen folglich immer flexibler werden. Hier schlägt die Stunde der Roboter, da sie nicht an starre Bewegungsabläufe gebunden sind. Ihr Anteil in der industriellen Fertigung wächst massiv. Unabhängig davon, welche Kinematik dabei zum Einsatz kommt: Es geht immer darum, in einem Raum eine mehrdimensionale Bewegung zu erzeugen. Dieses kann entweder in Form linearer Zusammenhänge eines Portalsystems erfolgen oder auch nichtlinear wie bei einem Deltaroboter. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Robotern in der Fertigung brauchen Maschinenbauer dabei Technik, die sich flexibel und möglichst einfach für die jeweilige Aufgabe anpassen lässt.

Lenze hat für wiederkehrende Antriebsaufgaben fertig programmierte Softwaremodule entwickelt: die Application Software Toolbox Fast. Darin enthalten sind komplett vorbereitete Robotiklösungen, die die Integration von Robotern in die Gesamtautomatisierung und deren Bewegungssteuerung vereinfachen. Beispielsweise stehen Technologiemodule für Pick-&-Place-Applikationen sowie die entsprechende Koordinatentransformation für unterschiedliche Kinematiken zur Verfügung. Das Robotikmodul integriert einen leistungsfähigen Robotikkern mit sechs Freiheitsgraden. Er stellt höchste Freiheitsgrade bei der Bahnplanung durch PLC-Open Part 4 sicher und macht es zugleich möglich, Pick-&-Place-Bewegungen nur durch Parametrierung einfach und ohne Robotikkenntnisse auszuführen.

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Kundenspezifische Kinematiken ohne Robotik-Vorkenntnisse abbildbar

Lenze teilt die Robotik in Kinematik und Bahnplanung auf. Die geometrische Berechnung des Roboters, das kinematische Modell, wurde mit einem universellen Verfahren zur Koordinatentransformation in Zusammenarbeit mit Universitäten im Kern integriert. Dadurch sind kundenspezifische Kinematiken schnell und effizient ohne Vorkenntnisse der Robotik abzubilden. Die Bahn kann also unabhängig von der Kinematik geplant werden. Erst die Zuordnung des Kinematikmodells zu den bewegungserzeugenden Bausteinen weist dem Roboter die Bewegung zu. Das hat einen großen Vorteil: Sollte sich die Kinematik einmal ändern, kann das komplette Programm bestehen bleiben. Man muss lediglich parametrieren, nicht umprogrammieren.

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