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Inlineprüfung von Lamellenträgern in Tauchtechnik

Automatisierte Ultraschallprüfung auf kleinstem Raum

| Redakteur: Udo Schnell

Für einen Automobilzulieferer hat Vogt Ultrasonic eine vollautomatische Ultraschallprüfung realisiert. In der Prüfanlage werden Schweißnähte an Lamellenträgern eines Getriebes untersucht. Mithilfe von Robotern werden die Prüfkörper positioniert, vermessen und – je nach Prüfergebnis – weiterbearbeitet.

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Proline-Custom Prüfsystem, links: Trocknungseinheit; rechts: Ultraschalltauchbecken mit drei Prüfköpfen.
Proline-Custom Prüfsystem, links: Trocknungseinheit; rechts: Ultraschalltauchbecken mit drei Prüfköpfen.
(Bild: Vogt Ultrasonic)

Messtechnik – us. Vogt Ultrasonics hat für einen Zulieferer der Automobilindustrie eine vollautomatisierte Ultraschallprüflösung umgesetzt. Untersucht werden Schweißnähte an Lamellenträgern eines Getriebes für Dieselmotoren. Ziel war eine stabile prozesssichere zerstörungsfreie Prüfung verschiedener Bauteiltypen mit einem System auf kleinstem Raum ohne Beeinflussung der Taktzeit.

Das von einem Roboter bestückte Proline-Custom Ultraschallprüfsystem wurde, wie Vogt mitteilt, direkt in den Produktionsprozess integriert. Eine Null-Fehler-Strategie minimiere das Fehlerrestrisiko durch die automatisierte Prüfergebnisauswertung. Das System mit den Abmessungen von circa 2,2 m Breite, 1,4 m Höhe und 1,1 m Länge, prüft die Schweißnaht der Lamellenträger im Tauchtechnik-Verfahren.

In dem Tauchbecken befinden sich drei an verstellbaren Haltern montierte Prüfköpfe. Jeder Prüfkopf bedient einen anderen, in der Proline-Plus Prüfsoftware zugewiesenen, Bauteiltyp. Dadurch werden Rüstzeiten ausgeschlossen, führt Vogt aus. Aufgrund der intuitiven Softwarebedienung kann der Anwender nach geringem Schulungsaufwand selbst Prüfpläne erstellen. Die Hinterlegung unterschiedlicher Prüfpläne ermögliche es verschiedene Bauteiltypen ohne Aufwand flexibel hintereinander zu testen.

Ein kundenseitiger Roboter greift den zu prüfenden Lamellenträger, positioniert ihn vor dem „zuständigen“ Prüfkopf und führt eine Drehbewegung durch. Die Prüfung erfolgt mit einem zeitgesteuerten Linienscan, optional auch mit einem Drehgeber gesteuerten Flächenscan. Wasser dient zur Ankopplung des Ultraschalls an das Bauteil. Das Wasser des Tauchbeckens läuft über einen Überlauf in einen Tank zurück. Dieser besitzt eine Temperaturregelung, eine UV-Entkeimung, einen mechanischen Filter sowie eine Pumpe, die das Wasser in einstellbarer Menge in das Becken pumpt.

Nach dem Prüfvorgang transportiert der Roboter das Bauteil zur Trocknungseinheit. Ein kundenseitiger Portalroboter führt anschließend das getrocknete Bauteil je nach Prüfergebnis dem weiteren Produktionsfluss zu oder sondert es aus. Die Zykluszeit für einen Lamellenträger beträgt inklusive Rüstzeit, Prüfung, Bewertung und Trocknung etwa 30 s.

Die Proline Prüf- und Auswertesoftware erzeugt den Angaben zufolge ein übersichtliches Prüfprotokoll nach Vorgabe des Anwenders. Die Prüfergebniskommunikation mit dem übergeordneten Kundensystem erfolgt via Profinet-Schnittstelle.

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