Suchen

Liebherr auf der EMO Hannover 2017 Automatisierungssystem für Inline-Produktionskonzepte

Redakteur: Andrea Gillhuber

Mit dem Ladeportal LP 100 füllt Liebherr eine Lücke im Bereich Automatisierungssysteme. Die Neuentwicklung eignet sich besonders für kleinere und leichtere Teile.

Firmen zum Thema

Das Ladeportal LP 100 kann auch mit größeren Abständen zwischen den Stützen gebaut werden.
Das Ladeportal LP 100 kann auch mit größeren Abständen zwischen den Stützen gebaut werden.
(Bild: Liebherr)

Mit dem Ladeportal LP 100 räumt Liebherr Motoren- und Getriebehersteller einen erweiterten Spielraum ein, um eine optimale Lösung für das Bewegen von Gewichtsklasse, in der beispielsweise Zylinderköpfe und Getriebegehäuse sowie alternative Antriebselemente wie etwa Elektro- oder Hybridmotoren, angesiedelt sind. Neu ist die Möglichkeit, das Portal entweder auf hohe Geschwindigkeit (High-Speed) oder maximale Last (High-Load) zu konfigurieren. Durch diese Variabilität kann das Ladeportal noch flexibler eingesetzt werden.

Speziell für Inline-Produktion konzipiert

Um moderne Produktionsprozesse zu unterstützen, wurde das Design des Portals den vielfältigen Anforderungen entsprechend angepasst. So wurde bei der neuen Konstruktion darauf geachtet, dass der Anwender beispielsweise die Abstände zwischen den Stützen größer gestalten kann. Außerdem wurde auf den Industrietrend hin zu Fertigungslinien nach dem Inline-Konzept mit langen Fahrwegen reagiert. Den Transport der Werkstücke sowie das Be- und Entladen der Maschinen übernimmt das Ladeportal. Bandsysteme für den Transport der Werkstücke sind nur noch im geringen Umfang erforderlich. Zudem hat sich die Anzahl der Maschinen unter einem Ladeportalabschnitt erhöht, um eine höhere Produktion mit minimiertem Einsatz von Automatisierung realisieren zu können. Die neu eingeführte High-Load- und High-Speed-Varianten soll im Laufe der nächsten zwei Jahre auch auf die bestehenden Portalvarianten übertragen werden.

Bildergalerie

Mit LMS 4.0 den Automatisierungsprozess steuern

Zu den zentralen Aufgaben einer Automatisierungssoftware zählen unter anderem die Betriebsdatenerfassung, die Produktionsplanung, die Teilerückverfolgung und ein Informationssystem. Diese Module bietet das neue Liebherr Manufacturing System 4.0, kurz: LMS 4.0. Diese können wahlweise zum Basispaket hinzugefügt werden. Liebherr hat bei der Entwicklung der Software die einfache Bedienbarkeit in den Vordergrund gestellt. Eine neue grafisch geführte Oberfläche bündelt Funktionen bedienergerecht auf dem Leitrechner und ermöglicht auf Wunsch volle Produktionssteuerung. Zudem sind Schnittstellen zu den gängigen ERP-Systemen vorhanden.

Mögliche LMS-4.0-Module sind: Part Tracking Application und Production Scheduler. Für das erste Modul benötigen die Werkstücke Identifikationscodes, etwa Bar- oder Matrixcodes. An jeder Station können über Lesegeräte Bearbeitungsschritte und der Teilezustand fortlaufend registriert werden können. Der Produktionsplaner LMS 4.0 Production Scheduler kann Produktionsaufträge statisch oder dynamisch nach Endtermin anlegen. Auch externe Aufträge – zum Beispiel aus SAP – können importiert werden. So können Anwender ihre Aufträge flexibel planen und verwalten.

Liebherr auf der EMO Hannover 2017: Halle 13, Stand B76

(ID:44877243)