Additive Fertigung Automobilzulieferer Mahle eröffnet 3D-Druck-Zentrum

Autor Simone Käfer

Klimaneutrale Mobilität, schnelleres Prototyping, neue Produktionsabläufe und schneller klimaneutrale Antriebe entwickeln. Das will Mahle mit seinem 3D-Druck-Zentrum in Stuttgart erreichen.

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Mit Additiver Fertigung will Mahle unter anderem Bauteile für E-Mobility entwickeln.
Mit Additiver Fertigung will Mahle unter anderem Bauteile für E-Mobility entwickeln.
(Bild: Wolfram Scheible, Mahle)

Im Fokus des neu eröffneten 3D-Druck-Centers steht für Mahle die Entwicklung von Bauteilen für nachhaltige Antriebskonzepte wie E-Fahrzeuge. Besonders für die Bereiche Thermomanagement, Mechatronik und Elektronik sollen hier künftig Fertigungsprozesse entwickelt und für eine spätere Serienproduktion qualifiziert werden. Verantwortlich für das 3D-Druck-Zentrum ist Andreas Geyer. Erste Erfolge verzeichnet der Automobilzulieferer Mahle mit Porsche. Für den Automobilhersteller wurde im vergangenen Jahr ein leichterer Kolben mit besseren Kühleigenschaften 3D-gedruckt. Die Zertifizierungen für den Prozess besitzt Mahle noch nicht.

Mahle arbeitet mit dem LPBF- oder SLM-Verfahren (Laser powder bed fusion oder selective laser melting), dem weitverbreitetsten additiven Verfahren für Metalle. Bisher verwendet Mahle nur eine Edelstahl- und eine Aluminiumlegierung, beides Standard-Metallpulver, sowie eine eigene Kolbenlegierung. Wärmetauscher fertigt Mahle derzeit aus Aluminium. Ob sie künftig auch mit Kupfer in der Additiven Fertigung arbeiten, ist noch nicht entschieden. Das würde zumindest den Kauf weiterer Maschinen voraussetzen. Konstruiert wird per computer aided engineering, um per Topologieoptimierung die Möglichkeiten der Additiven Fertigung besser ausschöpfen zu können. Für die Entpulverung setzt Mahle noch keine automatisierten Prozesse ein.

Derzeit werden laut Geyer vorwiegend Prototypen additiv gefertigt, aber eine Serienfertigung hätte man Blick. Zwecks Ersatzteilfertigung sind sie im Gespräch mit der Aftermarket-Abteilung.

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