Mitarbeiter gewinnen Azubi-Recruiting 2021: Worauf Betriebe achten sollten

Redakteur: Svenja Gelowicz

Noch nie haben Betriebe so wenige Ausbildungsverträge abgeschlossen wie 2020. Die Pandemie-Beschränkungen erschweren den Kontakt zum Nachwuchs. Eine Studie zeigt, worauf Recruiter im Maschinenbau achten sollten – und wo viele Betriebe noch Luft nach oben haben.

Unternehmen im Maschinenbau dürfen die Digitalisierung nicht verschlafen, wenn sie weiter als attraktiver Arbeitgeber für Auszubildende wahrgenommen werden wollen.
Unternehmen im Maschinenbau dürfen die Digitalisierung nicht verschlafen, wenn sie weiter als attraktiver Arbeitgeber für Auszubildende wahrgenommen werden wollen.
(Bild: Trumpf)

Die Pandemie hat sich deutlich auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen. Das betrifft auch eine besondere Gruppe: angehende Azubis, also in den meisten Fällen junge Menschen ohne Berufserfahrung. Elf Prozent weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr wurden 2020 abgeschlossen. Die Zahlen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegeben. Ein historischer Tiefstand – denn in absoluten Zahlen heißt das, dass die Zahl der Ausbildungsverträge seit 1992 erstmals unter eine halbe Million gesunken ist. Das lag allerdings nicht nur an den Betrieben. Denn auch die Nachfrage hat parallel zu den Angeboten deutlich abgenommen.

Industrie muss um Azubis kämpfen

Keine gute Nachricht für den Maschinenbau. Die Branche kämpft schon seit Jahren um den Nachwuchs. Eine aktuelle Umfrage des Branchenverbands VDMA unter seinen Mitgliedsunternehmen zeigt: Die Betriebe haben Schwierigkeiten, Kontakt zu Bewerbern aufzunehmen. 44 Prozent der Befragten haben demnach Hemmnisse beim Recruiting, 55 Prozent erhalten weniger Bewerbungen. „Für Bewerberinnen und Bewerber ist die Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Maschinen- und Anlagenbau weiterhin sehr gut“, sagt Jörg Friedrich, Leiter VDMA Bildung. „Gleichzeitig wird es für unsere Mitglieder deutlich schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu rekrutieren.“