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Balluff auf der SPS

Balluff will konkreten Nutzen von Industrie 4.0 aufzeigen

| Redakteur: Udo Schnell

Der neue optische Multifunktionssensors vereint laut Balluff vier optoelektronische Sensorprinzipien in einem Gehäuse.
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Der neue optische Multifunktionssensors vereint laut Balluff vier optoelektronische Sensorprinzipien in einem Gehäuse. (Bild: Balluff)

Auf der SPS IPC Drives 2017 will Balluff den konkreten Nutzen von Industrie 4.0-Lösungen zeigen. Die ausgestellten Produkte und Applikationen basieren auf IO-Link, industrieller Netzwerktechnik, industrieller Identifikation und einem umfassenden Sensorik-Portfolio.

Sensorik – us. Informationen erzeugen, transportieren und verarbeiten, sind laut Balluff zentrale Aufgaben im Industrie 4.0 Umfeld. Basis für alle Informationen seien dabei intelligente Sensoren vor Ort, die den erforderlichen Input liefern. Ein Beispiel dafür zeigt das Unternehmen anhand eines neuentwickelten optischen Multifunktionssensors. Er vereine vier optoelektronische Sensorprinzipien in einem Gehäuse und lasse sich per IO-Link einfach umschalten, um je nach Applikation die zuverlässigste Erkennungsmethode zu nutzen.

Darüber hinaus erfasst der Sensor reale Betriebszustände, sammelt und verarbeitet Informationen und liefert über IO-Link weit mehr Daten als nur das reine Schaltsignal, heißt es weiter. Detektionssignale werden demnach schon im Sensor aufbereitet und vorverarbeitet. Das entlaste die Anlagensteuerung und reduziere den Datenverkehr auf den Feldbussystemen.

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Umfangreiche, smarte Diagnosefunktionen liefern den Angaben zufolge wichtige Informationen zu Lebensdauer, Betriebsstunden und Funktionsreserve. So lassen sich Trends und Unregelmäßigkeiten schon erkennen, lange bevor kritische Betriebszustände eintreten, und vorbeugende Wartungsmaßnahmen maßgeschneidert planen.

Bildverarbeitungsportfolio erweitert

Eine immer größere Rolle spielt laut Balluff auch das Thema Bildverarbeitung. So bietet das Unternehmen jetzt zwei weitere Smart-Cameras: die Smart-Camera Color und die Smart-Camera Ident. Getreu dem Motto „Bildverarbeitung für Jedermann“ könne der Anwender mit der Smart-Camera Color jetzt auch Farbtöne, Helligkeiten und Farbsättigungen einfach über ein komfortables Analysewerkzeug analysieren oder prüfen. Alle anderen Werkzeuge, die man schon von einer früheren Version kennt, seien ebenfalls vorhanden.

Die Smart-Camera Ident ist den Angaben zufolge speziell für Traceability-Applikationen ausgelegt und bietet entsprechende Analysewerkzeuge für Code- oder auch Textlesung und -verifikation. Bei allen Varianten sorge ein ausgeklügeltes Schnittstellenkonzept für eine flexible und zielgerichtete Anbindung an die Produktionsumgebung. Über den integrierten IO-Link Master lassen sich zusätzlich IO-Link-Devices, -Sensoren und -Aktoren einfach anbinden, heißt es weiter.

Neuzugang im Safety-Portfolio

Neues werden die Besucher auch im erweiterten Safety-Portfolio von Balluff finden, darunter zum Beispiel das magnetcodierte Wegemesssystem BML-S1G speziell für sicherheitsgerichtete Anwendungen. Es ist vom TÜV Rheinland zertifiziert und verfügt über eine sichere Analogschnittstelle sowie eine sichere absolute SSI- oder BISS-C-Schnittstelle. Aufgrund seiner großen Messlänge von 48 m und seiner hohen Wiederholgenauigkeit (< 1 µm) eigne sich das System für viele Anwendungen, die die Anforderungen nach funktionaler Sicherheit gemäß EN IEC 61800-5-2 erfüllen müssen. Ergänzend könne der Anwender Diagnose- und Wartungsinformationen mit Hilfe des BML-Configuration-Tool abrufen.

Klebesensor in Schutzart IP 64 für die Füllstandsmessung

Wohl als erster am Markt bietet Balluff einen selbstklebenden kapazitiven Sensor in der Schutzart IP 64 für die berührungslose, kontinuierliche Füllstanderfassung an nicht leitfähigen Behälter- oder Rohraußenwänden aus Glas, Kunststoff oder Keramik.

Der flexible Sensorkopf mit einem maximalen Erfassungsbereich bis 850 mm Länge lasse sich individuell vor Ort auf eine gewünschte Länge zuschneiden (Minimum 108 mm) und mittels integrierter Klebefläche ohne zusätzliches Zubehör leicht an Behälterwände anbringen. Ausgelegt sei der Sensor für den Betrieb mit Balluff Sensorverstärkern vom Typ BAE.

Mit IO-Link-Hub analoge Signale digitalisieren

Wer wissen wolle, wie analoge Signal kostengünstig digitalisiert werden könnten, sollte sich laut Balluff den neuen IO-Link-Hub anschauen. Der Hub für maximal acht analoge Eingangssignale leite die analogen Eingangssignale als digitales Signal an den IO-Link-Master weiter. Damit würden geschirmte oder ungeschirmte Sonderkabel, Rangierverteiler oder teure Analoginterfaces ebenso wie zusätzliche Anschaltboxen entfallen.

Weiterer Vorteil sei die deutlich gestiegene Prozessqualität, aufgrund des Wechsels von der analogen zur digitalen Datenübertragung. Jeder Port lasse sich frei als Eingang eines Strom-/Spannungssignals oder auch eines Pt-Sensors oder Thermoelements konfigurieren.

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