Porträt „Bange machen gilt nicht!

Autor / Redakteur: Dr. Christoph Fasel / M. A. Benedikt Hofmann

Wie Regina Brückner aus der Brückner Textile Technologies GmbH & Co. KG trotz schlechter Vorzeichen einen Weltmarktführer machte und was ihr Verständnis von Führung damit zu tun hat.

Die Menschen mitnehmen, das stand für Regina Brückner und Axel Pieper von Anfang an im Mittelpunkt.
Die Menschen mitnehmen, das stand für Regina Brückner und Axel Pieper von Anfang an im Mittelpunkt.
(Bild: Brückner Textile Technologies)

Regina Brückner hat einen Vogel. Der ist 30 Zentimeter hoch und besitzt ein Bronze lackiertes Gefieder aus Stahlblech. Sein natürlicher Biotop ist das Sideboard hinter ihrem Schreibtisch. „Den Kiebitz haben unsere Leute selbst gebaut“, sagt die Unternehmerin und präsentiert stolz die Meisterleistung ihrer Mitarbeiter. „Der hätte beinahe eine Investition von 40 Millionen Euro verhindert!“ erinnert sich die Unternehmerin. Und dann lacht sie in Erinnerung an die „Kiebitz-Affaire“, die sich vor vier Jahren im bayerischen Tittmoning abspielte.

Dort hatte sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern eine Vorzeigefabrik konzipiert, die passenden Grundstücke gekauft, die Finanzen geklärt. Es hätte losgehen können mit dem Bau – wenn, ja wenn nicht der Kiebitz dazwischen gekommen wäre. „Naturschützer beobachteten einige Paare des Bodenbrüters auf dem Nachbargelände“, erinnert sich die Unternehmerin. „Die Naturschützer wollten den Neubau auf jeden Fall verhindern, die Behörden suchten nach Lösungen, die aber sehr aufwendig waren. Bevor wir uns um das neue Grundstück kümmern konnten, mussten wir erst mal ein Ausgleichsgelände kaufen.“