Halbjahresfinanzbericht BASF-Gruppe erhöht Umsatz und Ergebnis

Redakteur: Melanie Krauß

Im 2. Quartal 2018 erzielte die BASF-Gruppe einen leichten Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. Negative Währungseffekte wirkten umsatzmindernd.

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(Bild: BASF SE)

„Im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres wuchs der Umsatz um 518 Mio. Euro auf 16,8 Mrd. Euro“, so Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE. Maßgeblich hierfür waren gestiegene Preise in allen Segmenten, vor allem bei Functional Materials & Solutions sowie Oil & Gas. Darüber hinaus erzielten alle Segmente bis auf Performance Products ein Absatzwachstum. Negative Währungseffekte wirkten gegenläufig.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen steigerte BASF gegenüber dem Vorjahresquartal um 105 Mio. Euro auf 2,4 Mrd. Euro, vor allem infolge des stark verbesserten Beitrags von Oil & Gas. In den Segmenten Agricultural Solutions und Performance Products nahm das EBIT vor Sondereinflüssen leicht zu, während es bei Chemicals leicht und bei Functional Materials & Solutions deutlich zurückging.

Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands und Chief Technology Officer der BASF SE.
Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands und Chief Technology Officer der BASF SE.
(Bild: BASF SE)

Auch im Vergleich zum 1. Halbjahr 2017 nahm der Umsatz zu, er wuchs um 307 Mio. Euro auf 33,4 Mrd. Euro. Gründe hierfür waren höhere Verkaufspreise, insbesondere bei Functional Materials & Solutions, Chemicals und Oil & Gas, sowie gesteigerte Mengen in allen Segmenten bis auf Performance Products. Negative Währungseffekte, insbesondere aus dem US-Dollar, wirkten in allen Segmenten umsatzmindernd.

Das EBIT vor Sondereinflüssen steigerte BASF im 1. Halbjahr 2018 um 160 Mio. Euro auf 4,9 Mrd. Euro, vor allem infolge des deutlich verbesserten Beitrags von Oil & Gas. Bei Chemicals wuchs das EBIT vor Sondereinflüssen leicht, während es im Segment Performance Products leicht und bei Functional Materials & Solutions sowie Agricultural Solutions deutlich abnahm.

Neuer Verbundstandort in südchinesischer Provinz Guangdong geplant

BASF plant, in der südchinesischen Provinz Guangdong einen integrierten Verbundstandort zu errichten. China sei mit einem Anteil von rund 40 % am Weltmarkt bereits heute der größte Chemiemarkt und bestimme das Wachstum der globalen Chemieproduktion. „Wer wie BASF das Ziel hat, das führende Chemieunternehmen zu sein, der muss an diesem großen Wachstumsmarkt partizipieren. Darüber hinaus kann BASF durch den neuen Verbundstandort an der Öffnung der chemischen Industrie in China mitwirken und sich in China in einmaliger Weise positionieren“, sagte Brudermüller.

BASF schätzt die Investition bis zum Abschluss des Projekts um 2030 auf bis zu 10 Mrd. US-Dollar. Die ersten Anlagen könnten bis spätestens 2026 fertiggestellt sein. „Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Unterzeichnung der Absichtserklärung nur ein erster Schritt ist, viele weitere Schritte müssen folgen. Als nächstes steht der Abschluss einer vorläufigen Machbarkeitsstudie an“, so Brudermüller weiter.

BASF plant, Übernahme der Bayer-Geschäfte im August abzuschließen

Auch über den aktuellen Stand der mit Bayer vereinbarten Transaktionen berichtete Brudermüller: „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir die Übernahme der Bayer-Geschäfte im August abschließen können. Und wir freuen uns darauf, schon bald die rund 4500 neuen Kolleginnen und Kollegen mit ihren zukunftsweisenden und innovativen Arbeitsgebieten bei BASF zu begrüßen.“ Bei der Akquisition handelt es sich um eine strategische Ergänzung der BASF-Aktivitäten in den Bereichen Pflanzenschutz, Biotechnologie und Digital Farming. Gleichzeitig markiert sie den Einstieg in das Saatgutgeschäft.

Mit Blick auf das laufende Jahr sagte Brudermüller: „Im Verlauf des 1. Halbjahres haben sich die weltwirtschaftlichen Risiken deutlich erhöht. Dazu haben insbesondere geopolitische Entwicklungen und die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie den USA und Europa erheblich beigetragen. Wir beobachten die Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf unser Geschäft sehr sorgfältig.“

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