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3D-Druckverfahren

BASF investiert in chinesisches Unternehmen für 3D-Druck

| Redakteur: Tobias Hüser

Mit einer Venture-Capital-Beteiligung an dem chinesischen Unternehmen Prismlab investiert die BASF erneut in 3D-Druckverfahren. Prismlab hat einen Druckprozess entwickelt, der sich durch hohe Druckgeschwindigkeit und Präzision sowie geringe Druckkosten auszeichnen soll.

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Bei der Beteiligung an Prismlab handelt es sich um das erste direkte Investment von BASF Venture Capital in ein chinesisches Unternehmen.
Bei der Beteiligung an Prismlab handelt es sich um das erste direkte Investment von BASF Venture Capital in ein chinesisches Unternehmen.
(Bild: BASF)

Prismlab erhält durch die Beteiligung von BASF Venture Capital die Möglichkeit seine Produkt- und Innovationsentwicklung weiter zu beschleunigen und gleichzeitig seine Reichweite auf dem Weltmarkt zu stärken. Es ist das erste direkte Investment von BASF in ein chinesisches Unternehmen. „Die bahnbrechende Technologie von Prismlab erlaubt erstmalig den 3D-Druck großer und stabiler Teile, zum Beispiel medizinischer Zahnspangen und anatomischer Modelle. Dieses Investment stützt die 3D-Druck-Strategie der BASF, ihre Technologien aktiv weiterzuentwickeln und ihr Produktangebot im Bereich 3D-Druck zu erweitern“, sagt Markus Solibieda, Geschäftsführer der BASF Venture Capital.

Prismlab hat mit der „Pixel Resolution Enhanced Technology“ einen 3D-Druck-Prozess entwickelt, der auf der Stereolithographie (SLA) basiert. Mit der SLA können vergleichsweise große Teile aus lichthärtenden Harzen hergestellt werden. Die Technik der Chinesen erhöht die Druckauflösung ohne Beeinträchtigung der Druckgeschwindigkeit. Um die Energiemenge zu erhöhen, die in einen Pixel eingebracht wird, teilt Prismlab jeden Pixel in mehrere kleine Bereiche, die individuell durch Belichtung mit LCDs ausgehärtet werden können. Dies erhöht deutlich den Energieeintrag in jeden Pixel gegenüber ähnlichen Prozessen, in denen jeder Pixel einmalig beleuchtet wird. Dadurch können vergleichsweise große und stabile oder mehrere Teile in einem Produktionsschritt hergestellt werden, erklärt das Unternehmen. Die Nutzung von LCD-Lichtquellen reduziert zudem die Prozesskosten.

Neben diesem patentierten Prozess vermarktet Prismlab 3D-Drucker und zugehörige Services. Die Prismlab-Technik kann in unterschiedlichsten Kundenanwendungen eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem unsichtbare Zahnspangen und medizinische Anatomiemodelle zu Ausbildungs- und Trainingszwecken. Bei der SLA härtet ein Laser eine Photopolymer-Lösung schichtenweise aus und formt so das gewünschte Werkstück. Die Möglichkeiten von SLA- und LCD-basierten Druckprozessen und damit die Größe, Stabilität und Verwendbarkeit der hergestellten Teile sind durch die Größe des Lichtpunkts und die Lichtintensität begrenzt.

Dieser Beitrag erschien zuvor auf unserem Partnerportal Process.

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