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Interpack 2017

BASF legt Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Mit Ultramid hergestellte Folien haben eine geringere Kristallinität und sind dadurch deutlich weicher und transparenter als Folien aus herkömmlichem Copolyamid.
Mit Ultramid hergestellte Folien haben eine geringere Kristallinität und sind dadurch deutlich weicher und transparenter als Folien aus herkömmlichem Copolyamid. (Bild: BASF SE)

Der Chemieriese BASF will vor allem mit dem Thema Nachhaltigkeit punkten. Deshalb stehen umweltfreundliche Verpackungsprodukte im Mittelpunkt, die dennoch eine wirtschaftliche Option darstellen sollen.

Zu den Produkten, die im Rahmen der Interpack präsentiert werden, gehören zwei neue Copolyamide. Ultramid Flex F38L ist BASF zufolge ein vollkommen neues und zum Teil biobasiertes Copolyamid. Durch seine Weichheit und Transparenz eignet es sich dem Unternehmen zufolge für Vakuum-Skin-Verpackungen. Es ist ohne zusätzliche Konditionierung sofort weich und nimmt 50 % weniger Wasser als Polyamid 6 auf. Durch die höhere Schmelzstabilität können zudem die Blasenstabilität und das Aufblasverhältnis (BUR) erheblich verbessert werden. Der neue Produkttyp hat eine ganz andere O2/CO2-Transmissionsrate als herkömmliche Polyamide und kann für Käsereifebeutel oder Modified Atmosphere Packaging eingesetzt werden.

Ultramid C37LC ist ein neues Copolyamid, mit dem Hersteller von Schrumpffolien für Lebensmittelverpackungen einen höheren Heißwasser- und Heißluftschrumpf als bisher erzielen sollen. Mit Ultramid C37LC hergestellte Folien haben eine geringere Kristallinität und sind dadurch deutlich weicher und transparenter als Folien aus herkömmlichem Copolyamid. Durch Absenkung der Kristallisierungstemperatur und des Schmelzpunktes des Produkts kann die Rollneigung asymmetrischer Folien mit Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) erheblich vermindert werden.

Biologisch abbaubare Polymere

Mit Ecoflex und Ecovio zeigt BASF am Stand außerdem zwei biologisch abbaubare Polymere. Anders als herkömmliche Kunststoffe bietet Ecoflex zertifizierte Kompostierbarkeit auf fossiler Basis, so BASF. Das Unternehmen sieht in dem Polymer einen innovativen Vorreiter im Bereich biologisch abbaubarer Polymere. So sei Ecoflex ein wichtiger Rohstoff für viele kompostierbare und biobasierte Kunststoffe.

Ecovio beschreibt das Unternehmen als „hochwertigen und vielseitigen Biokunststoff“. Sein Vorteil: Er ist zertifiziert kompostierbar und enthält biobasierte Inhaltsstoffe. Die wichtigsten Anwendungsgebiete für Ecovio sind Kunststofffolien wie Biomüllbeutel, Tüten mit Doppelnutzen (erst für Einkäufe, danach für Bioabfall) oder Agrarfolien. Aber auch für die Herstellung kompostierbarer Verpackungslösungen wie Barrierebeschichtungen zum Schutz vor Migration bei Papier, Schaumverpackungen und Spritzgussprodukten ist Ecovio dem Hersteller zufolge geeignet.

Die von der BASF unter den Markennamen Epotal und Joncryl vertriebenen wasserbasierten Lösungen für die Verpackungsindustrie sind eine nachhaltige Alternative zu lösemittelhaltigen Produkten. Die Epotal-Kaschierklebstoffe bieten eine hohe Anfangsfestigkeit und ermöglichen so eine direkte Weiterverarbeitung der Verbundfolien. Aushärtezeiten sind demnach nicht mehr erforderlich, da wasserbasierte Klebstoffe keine Reaktiv-Klebstoffsysteme sind. Diese verkürzten Prozesszeiten in Kombination mit der hohen Anfangshaftung ermöglichen dem Kunden mehr Flexibilität sowie eine Optimierung seiner internen Prozesse.

Mit dem Joncryl-Sortiment bietet BASF Harze, die Druckern und Weiterverarbeitern flexibler Verpackungen die Umstellung von lösemittelbasierten auf wasserbasierte Technologien ermöglichen. Das Joncryl-FLX-Portfolio zeichnet sich durch eine hohe Beständigkeit und Laminierverbundkraft in Kombination mit einer hohen Wiederanlösbarkeit aus und ist so besonders für flexible Verpackungen geeignet. Die Produktlinie Joncryl HSL bietet Optionen für Heißsiegellacke bei unterschiedlichen Anwendungen und sorgt für sichere Versiegelung und einfache Ablösbarkeit.

BASF SE, Halle 10, Stand 43

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