Baustahlschweißen

Baustähle schneller und hochwertiger MAG-schweißen

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MAG-Schweißverfahren im Vergleich mit dem Neuling

Das folgende Bild lässt auf Testschweißungen blicken, die an einer 5 mm starken Baustahlplatte durchgeführt wurden. Eine effektive Nahtdicke von 3 mm war das Ziel, das mit dem Wisesteel-Verfahren erreicht werden sollte. Um möglichst flott schweißen zu können, muss der Lichtbogen sehr konzentriert werden. Das heißt, dass er kurz sein muss, und folglich mit geringer Spannung zu erzeugen ist. Bei den Vergleichstets mit anderen MAG-Verfahren wurden deshalb die selben Parameter eingestellt:

  • Drahtvorschubgeschwindigkeit: 12 m/min
  • Schweißstrom: 370 A
  • Lichtbogenspannung: 28,7 V
  • Schweißgeschwindigkeit: 1100 mm/min
  • Wärmeeintrag: 0,46 kJ/mm

Vergleich verschieder MAG-Schweißprozesse an Baustahl von links: Synergetisches MAG, Puls-MAG und das neue Wisesteel-Verfahren. Die Nahtübergänge zum Bauteil sind beim Wisesteel sanfter, die Schweißung tiefer.
Vergleich verschieder MAG-Schweißprozesse an Baustahl von links: Synergetisches MAG, Puls-MAG und das neue Wisesteel-Verfahren. Die Nahtübergänge zum Bauteil sind beim Wisesteel sanfter, die Schweißung tiefer.
(Bild: Kemppi)

Beim Schweißen mit hohen Schweißgeschwindigkeiten steigt die Gefahr von Einbrandkerben, was an den Punkten A und B im obigen Bild zu erkennen ist. Ein weiterer typischer Fehler beim Schweißen mit hoher Geschwindigkeit und geringem Wärmeeintrag ist ein zu konvexe Schweißnaht. Mit Blick auf Letzteres erfüllen alle Schweißnähte hier die Anforderungen der EN ISO 5817 Klasse B. Unterschiede fallen aber bei der effektiven Nahtdicke auf:

Der synergetische Lichtbogen erreicht 2,99 mm, der Puls-MAG 3,07 mm und Wisesteel 3,23 mm. Das heißt, dass eine hohe Decklage die effektive Nahtdicke reduziert, obwohl das Schweißen bei gleicher Abschmelzleistung geschieht.

Neues MAG-Baustahlschweißen erleichter die Arbeit

Wisesteel ist nun für die Industrieschweißsysteme X5 Fastmig und X8 MIG Welder von Kemppi erhältlich. Diese Systeme machen auch die Berechnung des Wärmeeintrags einfacher. Die Ausrüstung misst die Lichtbogenspannung direkt an der Stromdüse, um Spannungsverluste zu vermeiden. Sie können außerdem die Schweißgeschwindigkeit ermitteln, wenn der Anwender nach dem Schweißen die Länge der Schweißnaht eingibt. Diese Funktion erleichtert zum Beispiel das Ausfüllen von Prüfprotokollen für Schweißverfahren, weil die notwendigen Informationen zu Schweißparametern, -geschwindigkeit und Wärmeeintrag nach dem Schweißen auf dem Display der Schweißmaschine angezeigt werden.

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