Flexibilität und Oberflächengüte - Handtmann HBZ Trunnion erfüllt die wichtigsten Entscheidungskriterien des Zerspanungsspezialisten LARO NC-Technik GmbH

01.12.2014

„Man weiß nie was als nächstes kommt“,so Elmar Müller, Geschäftsführer der Firma LARO-NC Technik GmbH, „deshalb brauchen wir Maschinen, die nicht nur zuverlässig gute Qualität und Produktivität bringen, sondern vor allem auch flexibel für 5-achsige Bearbeitungen einsetzbar sind."

„Man weiß nie was als nächstes kommt“, so Elmar Müller, Geschäftsführer der Firma LARO-NC Technik GmbH in Illmensee, „deshalb brauchen wir Maschinen, die nicht nur zuverlässig gute Qualität und Produktivität bringen, sondern vor allem auch flexibel für 5-achsige Bearbeitungen einsetzbar sind.“ Damit beschreibt Elmar Müller bereits eines der Hauptmerkmale, welche das 30 Mann Unternehmen aus Oberschwaben auszeichnet: es ist durch seinen Maschinenpark und sein Know-How äußerst flexibel und dadurch für eine Vielzahl verschiedener Bearbeitungsanforderungen gerüstet! Der Name Handtmann spielt dabei eine nicht unbedeutende Rolle: zu drei bereits produzierenden Handtmann-Maschinen wird schon in Kürze eine vierte und damit die zweite HBZ Trunnion hinzukommen. LARO sieht in den Handtmann Maschinen Bearbeitungszentren, die eben diese Anforderungen an Qualität, Produktivität und Flexibilität erfüllen.

Nach Gründung im Jahr 2001 durch den Zusammenschluss der befreundeten Unternehmen Langer Group GmbH & Co. KG und Paul Rothmund Kunststoffverarbeitung GmbH sollte die LARO NC-Technik GmbH ihren Fokus von vornherein auf die Präzisionszerspanung von Großteilen legen. Das Unternehmen ist eine Tochterfirma der Langer Group, die heute 140 Mitarbeiter am Standort Illmenssee beschäftigt und schon seit 1975 Know-How im Bereich Modellbau, Cubing, Werkzeug- und Formenbau, Prototypenbau, Anlagenbau, Prüfmittelbau sowie Serienfertigung von Spritzgießteilen für die Bereiche Automotive, Maschinenbau, Wasserenergie, Luftfahrt und Raumfahrt hat und ausbaut. Serie bedeutet hier Klein- bis Großserien; Einzelteile wie Freiformkomponenten, Werkzeuge, Modelle und Lehren als Prototypen gehören zum Kerngeschäft. LARO ist heute bekannt für die Lohnfertigung anspruchsvoller Bauteile in einer großen Bandbreite an Werkstoffen zu denen Aluminium, Stahl, Werkzeugstahl, Titan, Bronze, Kupfer, GFK und CFK sowie weitere Verbundstoffe zählen. Zu deren Kernkompetenz zählt auch die Einzelstück-Großteilefertigung im Bereich Prüfcubing. Zur Überprüfung von Anbaukomponenten wie bspw. elektrischer Fensterheber und Scheinwerfer wird hierzu im Vorserienstadium die Rohkarosse künftiger Automodelle simuliert, indem die Karosserieteile aus Aluminium Vollmaterial gefertigt werden. Die Zerspanrate liegt hier oft bei 90 Prozent. Auch aus diesem Grund setzt LARO laut Produktionsleiter Markus Meschenmoser auf „flexibel einsetzbare Hochleistungsbearbeitungszentren,“ und schon seit ihrem Gründungsjahr 2001 auf die Maschinen der nahegelegenen Handtmann A-Punkt Automation GmbH in Baienfurt.

LARO und Handtmann pflegen eine sehr lange und gute Kunden-Lieferanten-Beziehung: Das im Jahr 2001 gelieferte Handtmann Universalbearbeitungszentrum UBZ NT war eine der ersten Maschinen im LARO-Maschinenpark. Damals stieß Elmar Müller, Geschäftsführer der LARO NC-Technik GmbH auf der Suche nach einem deutschen Maschinenhersteller mit gutem Service auf Handtmann in Baienfurt und wurde von der Qualität zu vernünftigem Preis überzeugt. Flexibilität in Sachen Werkstoff war damals schon genauso wichtig wie heute: die neu zu beschaffende Maschine sollte Aluminium bearbeiten aber auch Stahl schlichten können. Und die UBZ NT überzeugt noch heute in der Bearbeitung verschiedenster Bauteile! Erst kürzlich wurde auf der UBZ NT Panels für die Raumfahrt bearbeitet. Einige Jahre später konnte Handtmann erneut punkten: seit 2009 arbeitet der Zerspanungsspezialist mit einer UBZ HP 300/200 mit Palettenautomation. Mit insgesamt drei Paletten à 3x2 m Größe wird die Maschine primär für die Bearbeitung von Großteilen eingesetzt, die über mehrere Stunden mannlos bearbeitet werden. Ausschlaggebende Kriterien für dieses Bearbeitungszentrum waren für LARO primär: Zerspanleistung, Flexibilität (Werkstoffe: Aluminium und Stahl), das große Werkzeugmagazin (insgesamt 250 Plätze) und die Palettierung. „Automation,“ so Müller, „wird immer wichtiger. Anvisiertes Ziel ist inzwischen, dass Maschinen 24 h laufen und dass für Wochenenden bzw. für die Nacht vorgerüstet werden kann. In diesem Thema unterscheiden sich die Hersteller und heben sich voneinander ab.“

Der aktuelle Maschinenpark des oberschwäbischen Zerspanungsspezialisten besteht aus neun Maschinen; davon sind drei Handtmann Maschinen im Einsatz wobei eine vierte noch im Jahr 2014 hinzukommen wird. Auf eine einzige Marke festlegen wird sich LARO allerdings nicht: „Wir beschaffen das, was am besten passt.“ Bei der Maschinenbeschaffung verfolgt das Unternehmen eine Strategie mit klaren Auswahlkriterien, die sie in einer Matrix erfassen und bewerten. Von mitunter höchster Gewichtung ist die Flexibilität, die eine Maschine im Hinblick auf die Bearbeitung verschiedener Werkstoffe ermöglicht, denn „man weiß nie was als nächstes kommt“, so Elmar Müller bezugnehmend auf zukünftige Aufträge. Der Maschinenpark muss breit genug aufgestellt sein, um Lösungen für verschiedenste Anforderungen zu bieten, aber auch spezialisiert sein, um Zerspanungstechnik mit Premium-Qualität liefern zu können. Dieser Spagat scheint der LARO NC-Technik GmbH ganz gut zu gelingen. Weitere Auswahlkriterien für Maschinen sind gute Ergonomie mit guter Zugänglichkeit und Rüstmöglichkeit, hohe Oberflächenqualität ohne Absätze und eine zuverlässige Maschine für die 5-Achs Simultanbearbeitung komplexer Bauteile verschiedenster Werkstoffe. Die Servicereaktionszeit und –qualität sind ebenso hoch bewertete Kriterien, wobei der Zerspanungsspezialist in all diesen Punkten mit Handtmann sehr zufrieden ist.

Aus diesen Kriterien resultierend hat sich LARO im Jahr 2013 auch für das 5-Achs HPC Horizontalbearbeitungszentrum HBZ Trunnion 80 entschieden: die kleinste Maschine aus der HBZ Trunnion Baureihe von Handtmann und die erste Maschine zur Horizontalbearbeitung im Hause LARO. Neben den oben genannten Auswahlkriterien der LARO-Beschaffungs-Matrix sieht der Zerspanungsbetrieb Vorteile in der hohen Steifigkeit der Maschine, einfacher Bedienung, einer überdurchschnittlichen Beschleunigung von 60 m/min und der Flexibilität die die Maschine bietet. Diese ist nicht zuletzt zurückzuführen auf die Spindel mit 18.000 U/min, max. 31 kW und max. 200 Nm. Laut Produktionsleiter Markus Meschenmoser passen Maschine und Spindel zusammen und die Leistung der Spindel ist auch voll auf die Maschine übertragbar. Bearbeitet werden können dank der Universalspindel Bauteile verschiedenster Werkstoffe bis max. 850 mm Ø und 630 mm Höhe. Die Horizontalbearbeitung spielt hierbei eine bedeutende Rolle, denn die großen Spänemengen die durch die Hochleistungsspindel erreicht werden können, beeinflussen den Bearbeitungsprozess dank horizontaler Bearbeitung in keiner Weise negativ. Zudem ist der Späneförderer groß genug dimensioniert, damit „richtig Späne gemacht“ werden können und diese auch einfach aus dem Bearbeitungsraum transportiert werden können. LARO NC-Technik in Illmensee setzt die HBZ Trunnion 80 vielseitig zur 5-Achs Bearbeitung von Aluminium und Stahlbauteilen ein. Es handelt sich dabei primär um komplexe Teile mit tiefen Taschen.

Beim Fräsen eines komplizierten Testteils, das allen Herstellern im Auswahlprozess zu Verfügung gestellt wird, musste die HBZ Trunnion von Handtmann in Sachen Oberflächengüte überzeugen. Denn bei LARO „muss das Teil optimal von der Maschine kommen, ohne dass manuelleNacharbeiten zu leisten sind.“ Den Maschinenherstellern werden dabei die CNC-Programme mit detaillierten Frässtrategien inklusive aller Schnittdaten und Werkzeugen vorgegeben. Ausschlaggebend sind für LARO hier die Oberflächenqualität und die Bearbeitungszeit.

Mit Schulung, Service und einer Vielzahl an Maßnahmen zur langfristigen Maschinenverfügbarkeit wurden auch die TCO der Handtmann HBZ Trunnion 80 als positiv bewertet. Zudem spielen weitere Faktoren wie Spindeldrehzahl und –leistung sowie Aufstellfläche in der Matrix eine Rolle. In die Endauswahl kommen diejenigen Maschinenhersteller, deren Maschinen in der Bewertungsmatrix überzeugen konnten.

Handtmann konnte diesen Auswahlprozess nun schon vier Mal mit Erfolg durchlaufen. Das neueste Projekt ist eine HBZ Trunnion 160 – die größte der Trunnion Baureihe von Handtmann – mit Palettenautomation. LARO ist überzeugt vom HBZ Trunnion Konzept und hat über Jahre hinweg positive Erfahrungen mit Palettisierungs-Möglichkeiten von Handtmann gemacht. Ganz nach der Devise „Platz ist Geld“ passt die HBZ Trunnion 160 mit Palettisierung gut in die Investitions- und Hallenplanung. Lange Laufzeit, Einfachheit in der Bedienung, flexibler Einsatz für Werkstücke verschiedenster Werkstoffe mit maximalem Durchmesser von 1.700 mm und einer maximalen Höhe von 1.000 mm, die Hochleistungsspindel mit max. 18.000 U/min, 200 Nm und 31 kW konnten neben den weiteren genannten Vorteilen und den generellen Vorteilen der HBZ Trunnion Horizontalbearbeitungszentren überzeugen.

Die Maschinen der HBZ Trunnion Baureihe von Handtmann sind vielseitig in der 5-achsigen Horizontalbearbeitung von Aluminium, Stahl, Titan, und weiteren gängigen Materialien für Leicht- und Schwerzerspanung einsetzbar. Hohe Leistung und Performance auf kleiner Aufstellfläche, ein großzügiges Repertoire an einsetzbaren Spindeln für die Wahl der passendsten Spindel für die Anforderung sowie ein sehr eigensteifes Maschinendesign sorgen für Produktivität und Prozesssicherheit. Hohe Bauteilgenauigkeit wird unter anderem durch die doppelt gelagerte und angetriebene X-Achse mit oberer und unterer Führung, verschleißfreie Direktantriebe in A- und C-Achse und werkstückunabhängige Linearachsen sichergestellt. Das Einsatzgebiet der Horizontalbearbeitungszentren liegt primär in der Fräs- und Fräs-Dreh-Bearbeitung von Strukturbauteilen für die Luftfahrt und Automotive Industrie und ist gleichzeitig für eine große Bandbreite an Bauteilen im Modell-, Werkzeug- und Formenbau, Maschinenbau, Energietechnik einsetzbar. Die maximale Tischbelastung bei der „kleinen“ HBZ TR 80 liegt bei 1,2 t, wobei der Tisch der „größten“ HBZ TR 160 mit bis zu 2,8 t belastet werden kann. Steuerungsseitig bietet Handtmann mit den drei Maschinen der HBZ Trunnion Baureihe die Möglichkeiten Siemens 840 D SL und Heidenhain TNC640. Die gute Ergonomie bezüglich Zugänglichkeit zum Werkstück und Einsicht in die Maschine wird auch bei Installation von Automationssystemen weiterhin bestehen.

Zusammenfassend kann man die Anforderungen der Firma LARO an ihre Maschinenlieferanten auf folgende Aspekte reduzieren: Sie benötigen 5-Achs Bearbeitungszentren für eine Teilevielfalt bezüglich Materialien (Werkzeugstahl, Stahl, Alu, gehärteter Stahl, Bronze, Kupfer), Werkstückgröße, Werkstückgewicht bis 1t, komplexe Teile mit tiefen Bohrlöchern und Taschen. LARO verlangt eine Maschinenverfügbarkeit von 96%. Mit der HBZ Trunnion hat Handtmann A-Punkt ein Maschinenkonzept im Portfolio, das diese Anforderungen erfüllt.

Dass LARO sich nun erneut für ein Bearbeitungszentrum aus der HBZ Trunnion Baureihe von Handtmann entschieden hat begründet sich neben der technischen Funktionalität und der Abdeckung der Anforderungen in den langjährig guten Erfahrungen in den Bereichen Zuverlässigkeit der Maschinen und Service. Es beweist auch, dass Handtmann mit dieser Maschinenbaureihe eine passende Lösung für den Modell- und Formenbau auf den Markt gebracht hat, die sich primär durch Flexibilität, Produktivität, Dynamik und Qualität beweist. LARO NC-Technik GmbH aus Illmensee wird demzufolge ab Ende 2014 insgesamt vier Handtmann Maschinen im Einsatz haben: zwei Universalbearbeitungszentren: UBZ NT, UBZ HP 300/200 und zwei Horizontalbearbeitungszentren aus der HBZ Trunnion Baureihe: HBZ TR 80 und HBZ TR 160.