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Wirtschaftschance Iran Bayerische Wirtschaftsverbände eröffnen Repräsentanz im Iran

| Redakteur: Robert Horn

Die VBW – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist ab sofort mit einer VBW-Repräsentanz der Bayerischen Wirtschaft im Iran vertreten. Gleichzeitig richtet das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (BBW) unter demselben Dach eine BBW-Repräsentanz ein.

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Die bayerische Repräsentanz im Iran befindet sich in der Hauptstadt Teheran.
Die bayerische Repräsentanz im Iran befindet sich in der Hauptstadt Teheran.
(Bild: Wikimedia Commons/Hansueli Krapf / BY-SA 3.0)

Im Rahmen einer über 100-köpfigen Delegationsreise des Freistaats Bayern eröffneten vbw Präsident Alfred Gaffal und Bildungswerksvorsitzender Prof. Günther Goth am 1. November die Büros in Teheran. Gaffal: „Wenn der Abbau der Wirtschaftssanktionen erfolgreich ist, besteht die große Chance, zu den einst engen Handelsbeziehungen zwischen Bayern und dem Iran zurückzukehren. Die wirtschaftlichen Potenziale sind für beide Seiten enorm. Mit der neuen VBW-Repräsentanz wollen wir Türöffner sein – sowohl für bayerische, als auch für iranische Firmen“. „Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft wird sein gesamtes Portfolio künftig im Iran anbieten“, so der Vorstandsvorsitzende des BBW Günther Goth.

Die neue VBW-Repräsentanz soll folgende Aufgaben erfüllen: Markterschließung; Beratung und Begleitung beim individuellen Marktzugang; „Bavarian Desk“ für Unternehmen inklusive Kontaktanbahnung zu potenziellen Partnern und Kunden, Projektbegleitung bis Vertragsabschluss, Büroservice und Vermietung von Büroflächen für befristete Aufenthalte oder Erstunternehmenssitze; Zugang zu politischen Entscheidungsträgern; Delegationsreisen und Seminare von beiden Seiten. Das Bildungswerk wird insbesondere Teilqualifizierungsmaßnahmen und Managementtrainings im Iran anbieten.

Großes Potential im Maschinenbau

Die VBW-Repräsentanz entstand im Rahmen einer Initiative für intensivere Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und dem Iran. Gaffal betonte: „Die Schwerpunkte, die der Iran bei seinen Überlegungen zur Wirtschaftsentwicklung und bei Investitionen aus dem Ausland setzen will, passen genau zum Portfolio der bayerischen Wirtschaft. Große Potenziale gibt es insbesondere im Maschinenbau. Mit 30 % Exportanteil entfallen schon heute die meisten Ausfuhren des Freistaats in den Iran auf diesen Bereich. Doch auch die Nachfrage nach deutschen Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Energieeffizienz und des Klimaschutzes wächst.“ Die VBW sieht außerdem gute Chancen für die Automobilindustrie, die chemische Industrie, Pharmazie und Medizintechnik sowie die Lebensmittelindustrie.

Anlässlich der Eröffnung bestätigte die VBW bestehende Kooperationsvereinbarungen mit Organisationen und Unternehmen vor Ort. Gaffal: „Wir wissen: Gute Kontakte sind essenziell für erfolgreiche Handelsbeziehungen. Weitere Kooperationsvereinbarungen sind in Vorbereitung. Wir gehen davon aus, dass im nächsten Frühjahr die Embargomaßnahmen gelockert werden. Dafür müssen bereits jetzt auf Seiten der Wirtschaft die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden, um dauerhaft in einen intensiven wirtschaftlichen Austausch zu treten.“.

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