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China Market Insider Befreit VW sich aus den Klauen der chinesischen Kommandowirtschaft?

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork

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Es ist eine der prominentesten deutsch-chinesischen Kooperationen: das neue Werk für E-Autos auf der MEB-Plattform in Hefei, Provinz Anhui. Für VW ist es gleichzeitig die Chance auf mehr Unabhängigkeit.

(©Eisenhans - stock.adobe.com)

Das neue Werk für E-Autos in Hefei war seinerzeit von Herbert Diess mit großen Vorschusslorbeeren angekündigt worden. Es sei das Herzstück der neuen „E-Mobilitäts-Strategie von Volkswagen in China“. Nun ist das Werk bald fertig, Diess ist inzwischen Geschichte, aber es ist leider völlig unklar, ob „Volkswagen Anhui“ eine Erfolgsgeschichte wird oder nicht.

Das liegt an den im Vergleich zur Konkurrenz noch immer schleppenden Verkäufen von E-Autos der Marke VW in China. Nach einem mehr als durchwachsenen Start konnten die Wolfsburger in China im gesamten vergangenen Jahr insgesamt 70.625 E-Autos der ID.-Serie ausliefern. Das waren weniger als Konkurrent Tesla inzwischen in einem einzigen Monat aus seiner Gigafactory in Shanghai ausliefert – 76.965 in China gefertigte E-Autos hat Tesla allein im August dieses Jahres verkauft.