Suchen

3D-Kunststoffdruck

Bei Reisen die Schallgrenze durchstoßen

| Redakteur: Simone Käfer

Stratasys und Boom Supersonic wollen die kommerzielle Luftfahrt einen Schritt näher an die Überschallgeschwindigkeit führen. Ein dreijähriger Vertrag dreht sich um das Herstellen moderner Werkzeuge und Flugzeugteile per Additiver Fertigung.

Firmen zum Thema

3D-Drucker von Stratasys gepaart mit dem Know-how von Boom soll erste Testflüge mit Passagiermaschinen in Überschallgeschwindigkeit ab 2018 ermöglichen.
3D-Drucker von Stratasys gepaart mit dem Know-how von Boom soll erste Testflüge mit Passagiermaschinen in Überschallgeschwindigkeit ab 2018 ermöglichen.
(Bild: Stratasys)

Das Vorführflugzeugs XB-1 soll bereits 2018 zum ersten Mal starten. Das Überschall-Reiseflugzeug von Boom fliegt 2,6 Mal schneller als alle aktuellen Flugzeuge auf dem Markt, teilen die neuen Geschäftspartner mit. Durch eine Beschleunigung auf 1451 mph dauere ein Flug von New York nach London anstatt sieben nur noch rund drei Stunden. Zur Fertigung von On-demand-Teilen für seinen fliegenden Flitzer setzt Boom FDM-basierte Fortus 450mc- und F370-3D-Drucker von Stratasys ein. Es entstehen Thermoplaste und moderne Fertigungswerkzeugen, die selbst unter den anspruchsvollen Umgebungen der Luftfahrt hohe Leistung erbringen müssen. Der Vertrag beinhaltet 3D-Drucklösungen, Materialien und Dienstleistungen von Stratasys.

Das Additive Fertigungsverfahren FDM steckt im Überschallflieger von Boom.
Das Additive Fertigungsverfahren FDM steckt im Überschallflieger von Boom.
(Bild: Stratasys)

Überschallflüge gibt es bereits seit über 50 Jahren, es gab bisher jedoch keine Technik, mit der sie für die kommerzielle Luftfahrt kostengünstig gestaltet werden konnten. Die wichtigsten Fortschritte in den Bereichen Aerodynamik, Motorkonstruktion, Additive Fertigung und Kohlefaserverbundwerkstoffe (CFK) verändern die Branche auf allen Ebenen. „Durch die erwiesenen Erfolge im Bereich Luft- und Raumfahrt wird Stratasys nun zu einem wichtigen Katalysator in unseren Konstruktions- und Fertigungsmethoden”, so Blake Scholl, Gründer und CEO von Boom.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44773069)