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Stahlindustrie Bei Thyssen-Krupp Steel drohen massive Stellenstreichungen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Abwärtstrend in der Stahlindustrie hat nun auch Deutschlands führenden Stahlersteller, Thyssen-Krupp Steel in Duisburg, erfasst. Wie der WDR erfahren hat, sollen rund die 1500 Arbeitsplätze zur Disposition stehen.

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Insgesamt sind Thyssen-Krupp Steel in Duisburg sind rund 14000 Arbeitnehmer beschäftigt. Bewahrheitet sich die Meldung des WDR, so würde mehr als jede zehnte Stell gestrichen. Der Betriebsratsvorsitzende von Thyssen-Krupp Steel, Werner von Häfen, erklärte gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk, dass der Konzern in Duisburg 340 Mio. Euro einsparen wolle.

Laut WDR-Mitteilung wollte der Thysse-Krupp-Pressesprecher Erwin Schneider die Zahlen offiziell nicht bestätigen gab jedoch zu, dass ein Sparprogramm in der Pipeline sei.

Nach einer aktuellen Meldung der Nachrichtenagentur Reuters hat die IG Metall hat Abbaupläne von Thyssen-Krupp scharf kritisiert. Reuters zitiert aus einem Gespräch des stellvertretenden Aufsichtsratchefs von Thyssen-Krupp Steel und Vize-Chefs der IG Metall, Detlef Wetzel, mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Ich bin empört, das ist eine Ungeheuerlichkeit. Wenn einem nach sechs Wochen Krise nichts anderes einfällt, als 1500 Stellen zu streichen, dann haben wir ein Problem. Dann muss man sich über den Vorstand Gedanken machen. Wetzel sagte der Zeitung, das Unternehmen befinde sich nicht in einer Notsituation. „Es ist hochprofitabel und hat Milliardengewinne gemacht. Da ist Arbeitsplatzabbau moralisch nicht zu rechtfertigen.“

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