Hightech-Werkstoffe Beim Innovationscluster Multimat wird der Forschungstransfer im Team vorangetrieben

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Bremen (jk) – Wissenschaftler und Unternehmer haben das Innovationscluster Multimat ins Leben gerufen. Ziel dieses Clusters ist es, Ergebnisse aus der Materialforschung schnell in marktfähige Produkte umzusetzen. Die Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt als größter europäischer Anbieter von Dienstleister in Forschung und Entwicklung diese Vernetzung.

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Wird dieser Werkstoff einer Verformung ausgesetzt, erzeugt er elektrische Signale, die gemessen werden können.
Wird dieser Werkstoff einer Verformung ausgesetzt, erzeugt er elektrische Signale, die gemessen werden können.
( Archiv: Vogel Business Media )

Durch den Innovationscluster Multimat (Multifunktionelle Materialien und Technologien MultiMaT« soll in Bremen ein international anerkannter Kompetenzraum zu multifunktionalen Werkstoffen entstehen. In diesen Werkstoffen sieht man die Ausgangsbasis für Innovationen in der Luft- und Raumfahrttechnik, im Automobilbau, Medizintechnik und der Energiegewinnung. „Der Wissensaustausch ist ein Gewinn für alle Beteiligten“, so Prof. Ulrich Buller, Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat bereits elf Innovationscluster in Deutschland gegründet. Ausgangspunkt für die Förderung der regionalen Zusammenarbeit ist der „Pakt für Forschung und Innovation“, den Bund und Länder gemeinsam mit den großen Forschungsorganisationen 2005 geschlossen haben. „In den Fraunhofer-Innovationsclustern kooperieren Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und Gesellschaft in räumlicher Nachbarschaft. Von den neuen Infrastrukturen sollen Impulse ausgehen, um die Wirtschaft im internationalen Wettbewerb zu stärken«, ergänzt Buller.

Der Innovationscluster Multimat umfasst das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), das Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik (CWMT), das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), die Universität Bremen, die Airbus Deutschland GmbH. Dazu kommen Unternehmen wie die Daimler AG, die Thyssen-Krupp Krause GmbH und die Hella Fahrzeugtechnik GmbH. Der Innovationscluster wird mit insgesamt 8,1 Mio. Euro zu gleichen Teilen von dem Land Bremen, dem Firmenkonsortium und der Fraunhofer-Gesellschaft über vier Jahre finanziert.

„Die Partner im Cluster Multimat haben sich vorgenommen, die Integration von Sensorik in Werkstoffe, die Verbindungstechnologien von neuen Materialien und langzeitbeständige funktionelle Oberflächen voranzutreiben“, so Prof. Matthias Busse, Institutsleiter des IFAM die Arbeitsschwerpunkte des Netzwerks.

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