Licht an Arbeitsstätten Beleuchtungsnorm DIN EN 12461-1 als Grundlage der Lichtgestaltung

Licht spielt eine Schlüsselrolle bei der täglichen Arbeit der Mitarbeiter. Die europaweite Beleuchtungsnorm DIN EN 12461-1 für Arbeitsplätze wurde jetzt aktualisiert. Festgelegt werden nötige Mindestwerte für Helligkeit bei unterschiedlichen Tätigkeiten.

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Beleuchtungsnorm: LED-Leuchten bieten aufgrund ihrer Qualität, Flexibilität in der Lichtverteilung und einfachen Steuermöglichkeiten das perfekte Licht für Produktionsplätze. Mit der richtigen Lichtfarbe wird die Konzentrationsfähigkeit merklich erhöht.
Beleuchtungsnorm: LED-Leuchten bieten aufgrund ihrer Qualität, Flexibilität in der Lichtverteilung und einfachen Steuermöglichkeiten das perfekte Licht für Produktionsplätze. Mit der richtigen Lichtfarbe wird die Konzentrationsfähigkeit merklich erhöht.
(Bild: licht.de/LED2work)

Für einen sicheren Arbeitsplatz spielen nicht nur Tisch und Bürostuhl eine entscheidende Rolle. Wesentlich bei der Arbeit ist das Licht. Es wirkt sich auf die Psyche und Geist der Mitarbeiter aus. Tages- und Kunstlicht nehmen also eine Schlüsselrolle ein, wenn es um Wohlbefinden und Gesundheit der Mitarbeiter geht.

Gute Beleuchtung erleichtert die Sehaufgaben am Arbeitsplatz, schafft optimale Bedingungen für Kommunikation und Konzentration und hilft dabei, die Produktivität zu steigern. Die europäische Norm DIN EN 12464-1 „Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten“ wurde aktualisiert und gibt Unternehmen und Planenden wichtige Hinweise zur Lichtgestaltung.

Warum eine gute Lichtplanung wichtig ist

Anders als der Vorgänger aus dem Jahr 2011 geht die aktuelle Fassung der Norm neben den Mindestanforderungen auch auf die Bedürfnisse der Anwender ein und erläutert die nicht-visuellen Lichtwirkungen. Denn Tages- oder Kunstlicht dient nicht nur zum Sehen, es wirkt auch auf komplexe Weise: Licht taktet die innere Uhr und koordiniert die meisten Körperfunktionen im 24-Stunden-Rhythmus.

„Eine gelungene Lichtplanung kann Mitarbeiter unterstützen und damit zu Produktivität und Wohlbefinden beitragen. Im Umkehrschluss bedeutet das leider auch: Schlechte Beleuchtung kann sich negativ auf die Arbeitsergebnisse auswirken und im schlimmsten Fall Unfälle provozieren“, sagt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer der Brancheninitiative Licht.de.

Sehaufgabe, Umgebung und Hintergrund

Zu große Helligkeitsunterschiede strengen die Augen an. Deswegen ist eine ausgewogene Verteilung der Leuchtdichten wichtig. „Direkt im Bereich der Sehaufgabe oder Tätigkeit sollte die Beleuchtungsstärke am höchsten sein, in der unmittelbaren Umgebung reicht etwas weniger Licht, und im Hintergrund kann es nochmals reduziert werden“, erklärt der Lichtexperte.

Für alle Raumarten – von der Eingangshalle über Flure bis zu den sanitären Anlagen – empfiehlt die Norm etwa Beleuchtungsstärken und Werte für die Farbwiedergabe. Sie macht auch Angaben für spezielle Tätigkeiten, wie beim Schweißen, der Versorgung von Patienten im Gesundheitswesen oder im Unterricht an der Wandtafel.

Mehr Licht ist die bessere Wahl

„Dabei handelt es sich stets um Mindestwerte – mehr Licht ist oft die bessere Wahl – vor allem, wenn es zusätzlich individuell gedimmt werden kann“, rät Waldorf. Daher nennt die Norm für den Wartungswert der Beleuchtungsstärke erforderliche Mindestwerte und darüber hinaus modifizierte Werte, deren Anwendung sie unter bestimmten Voraussetzungen empfiehlt. Etwa, wenn viele ältere Mitarbeiter im Team sind oder Arbeitsaufgaben ungewöhnlich lange dauern.

Das Beleuchtungsniveau ist jedoch nur ein Kriterium der Lichtplanung. Betrachtet werden auch Leuchtdichteverteilung, Lichtrichtung, Farbwiedergabe, Lichtfarbe und Flimmern der Lichtquellen. Bei der Planung müssen auch die Verordnung für Arbeitsstätten (ArbStättV) und die Technische Regel für Arbeitsstätten „Beleuchtung“ (ASR A3.4) beachtet werden.

Lichtqualität nach DIN EN 12464-1

  • Angenehme Lichtumgebung
  • Harmonische Leuchtdichteverteilung
  • Ausreichende Beleuchtungsstärke gemäß der in den Tabellen „Verzeichnis der Beleuchtungsanforderungen“
  • aufgeführten Innenraumbereiche, Bereiche der Sehaufgaben oder Bereiche der Tätigkeit
  • Gute Gleichmäßigkeit
  • Begrenzung von Direkt- und Reflexblendung sowie von Schleierreflexionen
  • Richtige Lichtrichtung und angenehmes Modeling der Leuchten
  • Passende Lichtfarbe und Farbwiedergabe
  • Vermeiden von Flimmern und stroboskopischen Effekten
  • Qualitäten des Tageslichtes
  • Veränderlichkeit von Licht

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