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Pliz und German Reprap Besonderer 3D-Drucker nutzt carbon­faser­verstärktes Material

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die Produktentwicklungs-, Initiativ- und Lehrzentrum Finsterwalde/Lausitz GmbH, kurz Pilz GmbH, nutzt den 3D-Drucker X350Pro von German Reprap jetzt seit fast einem Jahr und erreicht damit große Vorteile in puncto Produktivität sowie die Kosten.

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Durch den German Reprap X350Pro werden jetzt Herstellungskosten halbiert: Die Pilz GmbH nutzt jetzt die Vorteile der 3D-Druck-Technologie und setzt auf das carbonfaserverstärkte Material Carbon20.
Durch den German Reprap X350Pro werden jetzt Herstellungskosten halbiert: Die Pilz GmbH nutzt jetzt die Vorteile der 3D-Druck-Technologie und setzt auf das carbonfaserverstärkte Material Carbon20.
(Bild: Pilz)

Eingesetzt werde das 3D-Druck-System vor allem für Prototypen und Erstmuster von kleineren Baugruppen. Gelegentlich wird ebenfalls versucht metallische Werkstücke durch Kunststoffteile zu ersetzen. Zusätzlich wird der 3D-Druck kommerziell in der Ersatzteilversorgung von Kunststoffbauteilen angeboten. Die Durchlaufzeiten haben sich bei Pilz damit auf 25 % reduziert, heißt es, und die Kosten für Musterteile halbiert.

Technisch am Ball bleiben

Die Pilz GmbH gilt als kompetenter Partner im Bereich Metallverarbeitung. Als Lohnfertiger stellt die Pilz GmbH unterschiedlichste Produkte für Ihre Kunden her. Dabei reicht das Spektrum von Laserteilen über Kantbleche und Schweißbaugruppen bis hin zu Dreh- und Frästeilen. Die Stärken liegen vor allem im Ratiomittelbau. Durch den modernen Maschinenpark und einer eigenen Konstruktionsabteilung kann hohe Qualität gewährleistet werden. „Besonders stolz sind wir auf unser Lehrzentrum, in dem wir den Schülern der Region jedes Jahr den Umgang mit dem Werkstoff Metall näher bringen“, sagt Torsten Lehmann, Geschäftsführer der Pilz GmbH. Um immer up-to-date sein zu können und den Ansprüchen der Kunden gerecht werden zu können, hat man sich Ende letzten Jahres nun auch dem Thema 3D-Druck zugewandt. „Als Lohnfertiger und Produktentwicklungszentrum müssen wir technisch immer vorn mitspielen.

Druckbares CF-Composite

Für die Fertigung nutzt die Pilz GmbH besonders zwei Materialien: PLA und Carbon20. PLA wegen seiner einfachen Verarbeitung, bei der fast keine Nachbearbeitung nötig ist, und Carbon20 vor allem wegen seiner technischen Eigenschaften. Der carbonfaserverstärkte Kunststoff ist geradezu das Synonym für extrem leichte und widerstandsfähige Bauteile – der Werkstoff ergibt sehr steife Bauteile, beispielsweise für die funktionalen Prototypen. Zum Thema Materialien schmunzelt Herr Lehmann: „So wie von German Reprap beschrieben und geschult hat jedes Material seine eigenen Stärken und Schwächen. Das Finden der geeigneten Druckparameter bringt hier den entscheidenden Wettbewerbsvorteil und stellt im gewissen Maße ein Geschäftsgeheimnis dar.“

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