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Konsortial Benchmarking

Besonders erfolgreiche Konzepte im Technologiemanagement identifiziert

| Redakteur: Claudia Otto

Prof. Dr. Günther Schuh (4. von links) mit Vertretern der preisgekrönten Unternehmen des Konsortial Benchmarkings "Technologiemanagement 2011". (Bild: Otto)
Prof. Dr. Günther Schuh (4. von links) mit Vertretern der preisgekrönten Unternehmen des Konsortial Benchmarkings "Technologiemanagement 2011". (Bild: Otto)

Wer alles unter Kontrolle hat, ist zu langsam. So lautet eine der zehn handlungsleitenden Thesen zum Technologiemanagement, die das Konsortial Benchmarking 2011 des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT, Aachen, ergeben hat.

Kontrolle sei zwar sehr wichtig, man solle es aber nicht übertreiben, weil dies die nötige Handlungsfreiheit in Unternehmen gefährde. Ziel des Projekts war es, besonders erfolgreiche Ansätze und Konzepte im Technologiemanagement führender internationaler Unternehmen zu identifizieren.

Studie untersucht Innovationskraft von Unternehmen

Dazu ging die Studie zahlreichen Fragen nach, die für die Innovationskraft eines Unternehmens wichtig sind, beispielsweise: Wie viel Budget wird für neue Technologien aufgewendet, und wie schafft man eine Unternehmenskultur, die Innovationen fördert?

Gerade bei diesem Punkt schnitt die 3M Deutschland GmbH besonders gut ab. Weitere Pluspunkte erhielt das Erfinderunternehmen aus Neuss in den Bereichen „Prozesse und Strukturen im Technologiemanagement“ sowie „Technologieplanung durch Roadmapping“.

Insgesamt fünf Unternehmen ausgezeichnet

Über die ebenfalls preisgekrönte Schott AG sagte Prof. Günther Schuh, Leiter des Fraunhofer IPT, in seiner Laudatio: „Der Mainzer Technologiekonzern zeichnet sich durch effektives und effizientes Controlling des Technologiemanagements, durchgängige Prozesse zur Ableitung von Technologieportfolios auf unterschiedlichen Ebenen und aktive Kommerzialisierung der eigenen Technologien aus.“

Die weiteren auf der Abschlusskonferenz bei der Audi AG in Ingolstadt am 16. Februar durch das IPT und ein Industriekonsortium gekürten Unternehmen sind die Delphi Corporation, die Dräxlmaier Group und Nokia Siemens Networks.

Handlungsleitende Thesen zum Technologiemanagement

Die anderen neun handlungsleitenden Thesen zum Technologiemanagement, die sich aus dem Projekt ergeben haben, lauten:

  • Trends unternehmensspezifisch übersetzen
  • Der Technologieplan ist noch nicht die Technologiestrategie
  • Einheitliche Prozesse sind Pflicht
  • Communities bereichern Stage-Gate-Prozesse
  • Technologische Innovationen sind Kulturfrage
  • Geschwindigkeit erfordert Leichtigkeit
  • Technologien als gemeinsame Ressource verstehen
  • Technologien (be-)greifbar machen
  • Kommerzialisierungspotenzial der Technologien im Blick haben

An der internationalen Studie beteiligten sich den Angaben zufolge knapp 300 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Das Fraunhofer IPT ermittelte die Preisträger gemeinsam mit dem Industriekonsortium nach eingehender Analyse durch Befragung, Interviews und einem eintägigen Besuch.

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