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VDMA Bildverarbeitung erwartet für 2014 ein Umsatzwachstum von 5 %

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die deutsche Bildverarbeitungsindustrie bleibt auf solidem Wachstumskurs. Der Umsatz soll 2014 auf 1,64 Mrd. Euro steigen. Der asiatische Markt wird immer wichtiger.

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Gesamtumsatz der industriellen Bildverarbeitung in Deutschland von 2004 bis 2014.
Gesamtumsatz der industriellen Bildverarbeitung in Deutschland von 2004 bis 2014.
(Bild: VDMA )

Nach aktuellen Daten wurde 2013 das prognostizierte Wachstum des Branchenumsatzes um 5 % auf knapp 1,6 Mrd. Euro erreicht. Aufgrund der guten Auftragslage erwartet die deutsche Bildverarbeitungsbranche auch 2014 ein Umsatzplus von 5 % auf dann 1,64 Mrd. Euro. Impulse für die Nachfrage werden insbesondere aus Nordamerika und Asien erwartet. Dies bestätigt den Trend der vergangenen Jahre: Die Exporte nach Asien übertrafen 2012 erstmals das Ausfuhrvolumen in die europäischen Länder.

Zwischen 2008 und 2012 hatten sich die Exporte nach Asien bereits mehr als verdoppelt. Im selben Zeitraum waren die Ausfuhren nach Amerika um 64 % gestiegen, während die Lieferungen nach Europa weitgehend stagnierten.

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Bildverarbeitung hat höheres Wachstum als die traditionellen industriellen Branchen

„Die Bildverarbeitung übertrifft das Wachstum in den traditionellen industriellen Branchen. Das Wachstum ist von der Notwendigkeit höherer Effizienz getrieben und wir stellen fest, dass der Kostendruck dies noch verstärkt“, sagt Mark Williamson, Director Corporate Market Development der Stemmer Imaging, (Großbritannien): Kostensenkungen gebe es auch in der Bildverarbeitungstechnologie selbst. Das mache sie wirtschaftlicher und führe zu höherer Effizienz in allen Anwendungsbereichen.

„In der Zukunft wird sich dieser Trend noch verstärken, mit Wachstumsraten von über 10 %. Diese Entwicklung wird weitergehen oder sich sogar noch beschleunigen“, glaubt Williamson, er sieht gerade für Europa eine wachsende Bedeutung der Bildverarbeitung:

„Wenn die Niedriglohnländer immer größere Anteile der globalen Industrieproduktion übernehmen, muss Europa automatisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben, um die Kosten niedrig und die Effizienz hoch zu halten. Die Industrielle Bildverarbeitung ist eine kritische Automatisierungstechnik, die es uns erlaubt, auf den Weltmärkten zu bestehen. Die Qualität unserer europäischen Produkte ist von zentraler Bedeutung und Bildverarbeitung stellt sicher, dass wir sie liefern.“

Wachsende Ansprüche der Verbraucher erfordern verstärkte Qualitätskontrollen

Warum die Bildverarbeitung eine so wichtige Rolle spielt, begründet Donato Montanari, Machine Vision Business Unit General Manager, Datalogic Automation, Italy: „Die Verbraucher auf der ganzen Welt und besonders in Europa werden immer qualitätsbewusster. Ob sie sich ein neues Auto anschaffen, oder ob sie nur Lebensmittel einkaufen, sie wollen qualitativ hochwertige Produkte. Deswegen müssen Unternehmen diese Produkte immer besser kontrollieren. Das treibt die Bildverarbeitung voran und ebenso wird die industrielle Bildverarbeitung selbst diese Entwicklung in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren vorantreiben.“

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