Technologietage „Ahead of its time“ Bimatec Soraluce feiert 25-jähriges Jubliäum und gute Kauflaune

Autor: Andrea Gillhuber

Bimatec Soraluce hat Mitte November sein 25-jähriges Bestehen im Rahmen der Technologietage 2016 gefeiert. Rund 800 Fachbesucher aus Europa, Amerika und Asien fanden den Weg ins hessische Limburg und kauften auch gleich ein.

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General Management von Bimatec Soraluce (v.l.): Fred Bisgwa, Rafael Idigoras, Andreas Lindner, Thilo Borbonus.
General Management von Bimatec Soraluce (v.l.): Fred Bisgwa, Rafael Idigoras, Andreas Lindner, Thilo Borbonus.
(Bild: Bimatec Soraluce)

Bimatec Soraluce hat Mitte November sein 25-jähriges Bestehen im Rahmen der Technologietage 2016 gefeiert. Rund 800 Fachbesucher aus Europa, Amerika und Asien fanden in der Woche vom 14. bis 18. November den Weg ins hessische Limburg, um sich über die Fräs-, Bohr- und Multifunktionsmaschinen des Unternehmens zu informieren.

Im 2012 eröffneten Technologiezentrum gezeigt wurden neun Fräs-, Bohr- und Multifunktionsmaschinen unter realen Arbeitsbedingungen. An LIve-Demonstrationen wurde unter anderem das mit dem „Best of Industry Award“ ausgezeichnete DAS-System zur Eliminierung von Schwingungen während der Bearbeitung.

Produktivität, Präzision und Multifunktion

Ebenfalls vorgestellt wurden Technologien zur Verbesserung von Produktivität, Präzision und Multifunktion abzielen. Als Beispiel ist hier neben dem Ram Balance System DBS, ein aktives dynamisches System zur Korrektur des Winkelfehlers aufgrund des Frässchieberdurchhangs, das patentierte Pinolenwechselsystem zu nennen, welches Pinolen untereinander oder mit anderen Fräsköpfen der Maschine vollautomatisch wechselt und damit den Einsatz mehrerer Pinolen unterschiedlicher Durchmesser und Längen und verschiedenen Fräsköpfen ermöglicht. Ein Alleinstellungsmerkmal dieses Systems ist, dass in der Horizontalachse bei dem Einsatz von Winkelfräsköpfen kein Verfahrweg verloren geht.

Das „DHC System“ von Soraluce ist ein neues dynamische Kalibriersystem für automatisch schwenkende Fräsköpfe, welches die Genauigkeit im Raum um das 6-fache erhöht. Als ein weiteres Highlight benennt Bimatec Soraluce die automatische Vorschubkontrolle „Adaptive Control“.

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Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen aktuelle Entwicklungen im Bereich Automatisierungssysteme zur Verbesserung von Produktivität und bedienerloser Bearbeitung, Multitasking-Lösungen für große Werkstücke, Gantry-Technologie sowie die neuen Fräskopftypen H100 und H200T. Bei ersterm handelt es sich um 2-Achsen-NC-Fräskopf für Simultanbearbeitung, beim H200T um einen 2-Achsen-Diagonalfräskopf mit Spindelklemmung und Lagerentkopplung für 5-Achsen-Fräsbearbeitung und voller Drehfunktionalität, welcher speziell für Multitask-Maschinen entwickelt wurde.

Doch die Besucher gaben sich nicht nur mit schauen zufrieden.

Die Technologietage gaben dem Unternehmen weiter Aufwind. Für den geschäftsführenden Gesellschafter Andreas Lindner ist der Erfolg der Technologietage ein weiteres Zeichen für eine positive Entwicklung in der Zukunft. Seit der AMB hat das Unternehmen jede Woche drei neue Bestellungen für Maschinen erhalten. „In der Regel wird pro Woche eine Maschine bestellt“, setzt Lindner die Zahl in ein Verhältnis. Und selbst auf den Technologietagen gaben sich die Besucher nicht mit schauen zufrieden, sondern bestellten gleich drei weitere Maschinen. Lindner ist zufrieden: „Wir sind für die nächsten Jahre sehr positiv gestimmt.“

Die Kauflaune erklärt sich Bimatec durch die hohe Investitionsbereitschaft in Europa. Vor allem aus Belgien gibt es viele Bestellungen. Auch suchen sich die Menschen neue Wege: Sie sehen nicht mehr nach Amerika, Russland oder China, sondern orientieren sich an dem, was vor ihrer Nase liegt und das ist Europa.

Außerdem sieht sich Bimatec Soraluce in seinen Bemühungen einen exzellenten Service zu bieten, auf der richtige Spur: Rund 60 Prozent der Bestellungen werden von Unternehmen getätigt, die bereits Maschinen von Bimatec Soraluce in Betrieb haben.

„Den Kunden genau zuhören“

Thilo Borbonus, technsicher Geschäftsführer bei Bimatec Soraluce, unterstreicht den Service-Gedanken: „Unsere Strategie ist es, unseren Kunden genau zuzuhören!“ Ihm zufolge sind für qualifizierte Arbeiter „Soft Factors“ wie die Arbeitsumgebung ein wichtiges Kriterium, um für eine Firma zu arbeiten. Dazu zählen auch die richtigen Maschinen. Deshalb versuche man laut Borbonus, die Kunden in diesem Bereich ebenfalls zu unterstützen, beispielsweise in Form von ergonomischen Maschinen. So könne man dem Maschinenoperateur einen gewissen Komfort bieten.

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Auch der Service-Gedanke spielt in Limburg eine große Rolle; 70 Prozent der Mitarbeiter arbeiten in diesem Bereich. Ebenso gilt es, in die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren. Für eigene Service- und Vertriebsmitarbeiter sowie für Kunden wurde daher die Bimatec Academy gegründet. Damit möchte man eine Plattform schaffen, in deren Rahmen sich Kunden und Mitarbeiter untereinander austauschen und bei der Lösung von Problemen gegenseitig unterstützen können. Dafür stehen am Standort Limburg unter anderem einige Seminarräume zur Verfügung.

Festakt mit Urkunde

Ein weiterer Höhepunkt der Technologietage waren die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag. In seiner emotionalen Rede führte Fred Bisgwa, geschäftsführender Gesellschafter von Bimatec Soraluce, die Gäste und Besucher durch die Anfänge des Unternehmens in einer Bushalle und bedankte sich bei seinem Geschäftspartner und Freund Walter Markuske. Gemeinsam hatten sie das Unternehmen gegründet, um Soraluce-Maschinen am europäischen Markt einzuführen.

Reden hielten auch Weggefährten des Unternehmens, so etwa Soraluce-Geschäftsführer Rafael Idigoras, dessen Vorgänger Rafael Barrenechea sowie Ulrich Heep, Präsident der IHK Limburg, der eine Ehrenurkunde zum 25-jährigen Bestehen an Bisgwa überreichte.

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