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Umweltschutz Bio-Kunststoffe sind tatsächlich abbaubar

| Redakteur: Katharina Bormann

Biologisch abbaubarer Kunststoff kann durch Bodenmikroben zu Kohlendioxid mineralisiert und in Biomasse umgewandelt werden. Dieser wissenschaftliche Nachweis ist Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und der Eawag gelungen. Anhand des biologisch abbaubaren Polymers PBAT hat das Forscherteam hierfür den Weg eines speziell markierten Kohlenstoffisotops verfolgt.

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Biologisch abbaubarer Kunststoff kann durch Mikroben zu Kohlendioxid mineralisiert und in Biomasse umgewandelt werden.
Biologisch abbaubarer Kunststoff kann durch Mikroben zu Kohlendioxid mineralisiert und in Biomasse umgewandelt werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Das Kohlenstoffisotop ließ sich beim Abbau des PBAT-Polymers in den Stoffwechselprodukten der Zellatmung sowie in den Zellstrukturen der am Abbau beteiligten Mikroorganismen nachweisen. Somit konnte der Verbleib des Polymer-Kohlenstoffs erstmals genau nachverfolgt werden. Laut European Bioplastics bleibt somit außer Wasser, CO2 und Biomasse nichts mehr beim Abbau übrig.

Zwei der häufig geäußerten Bedenken gegenüber biologisch abbaubaren Kunststoffen könnten somit entkräftet werden, heißt es: Das Zweifeln am vollständigen Abbau der Kunststoffe durch Mikroorganismen und die Sorge darüber, dass erdölbasierte Bestandteile nicht vollständig abbaubar sind.

Abfallbeutel und Mulchfolien

Das biologisch abbaubare PBAT ist ein erdölbasiertes Polymer, das beispielsweise zur Herstellung von zertifiziert kompostierbaren Bio-Abfallbeuteln sowie für bodenabbaubare Mulchfolien genutzt wird. Von den Ergebnissen der Studie erhoffen sich die Forscher nach eigenen Angaben, weitere Kommunen und Entsorger in den EU-Mitgliedstaaten von der Funktionalität beider Produkte überzeugen zu können und deren Nutzung zu stärken.

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